About Martin Kurth

Lerntrainer, Lerntherapeut, LernCoach, Heilpraktiker für Psychotherapie, Gründer von ZENTRAL-lernen

Motivation zum Lernen

Motivation zum Lernen

 

Motivation zum Lernen – die braucht man unbedingt, um als Student oder Schüler überhaupt ersteinmal in den Lernfluss zu kommen. Wie nun aber baut man Motivation zum Lernen auf?Es gibt zwei Arten von Motivation – die innere (intrinsische) Motivation und die äußere (extrinsische) Motivation. Welche ist jetzt als Motivation zum Lernen besonders hilfreich? Langfristig gesehen, ist es die intrinsische Motivation. Das bedeutet, dass ich etwas aus dem tiefsten Inneren heraus wirklich will, dazu benötige ich ein Motiv oder Ziel (Motivation beinhaltet das Wort “Motiv”!)

Das Setzen von erreichbarer Ziele – Aufbau von Motivation zum Lernen

Das erste Ziel sollte zeitlich nicht allzuweit in der Zukunft liegen – idealerweise 3 bis 7 Tage. Dann muss das Ziel noch bestimmte andere Kriterien erfüllen, die du noch erfahren wirst.
Um die Motivation zum Lernen zu Motivation zum Lernenfestigen, brauchst du unbedingt einen messbaren Erfolg. Woran kannst du feststellen, dass du dein Ziel erreicht hast? Woran merkst du, dass du es nicht erreicht hast?
Die Erarbeitung eines wirklich erstrebenswerten Zieles ist ein wenig aufwändig – ist es aber unbedingt wert. Denn nur wer wirklich motiviert ist, wird auch entsprechend erfolgreich lernen.
Um deine Selbstmotivation zu finden, kannst du meinen e-Learning-Kurs unter
http://www.effektive-lerntechniken.de/motivation-zum-lernen/ buchen.
Falls du lieber ein persönliches LernCoaching bevorzugst, schau einfach unter http://www.zentral-lernen.de/anmelden.php nach – in einem LernCoaching können wir innerhalb weniger Stunden dein Ziel und deine inneren Motivatoren erarbeiten und herausfinden. So kannst du dann tagtäglich deine Motivation zum Lernen neu entfachen – und dadurch erfolgreicher, schneller und mit viel mehr (freiwilligem!) persönlichem Einsatz ans Lernen gehen. Bis hin zur Abschlussprüfung in der Schule (Abitur und MSA) oder im Studium (Bachelor und Master).

Motivation in der Schule aufbauen? Mit den Motivationstipps im persönlichen LernCoaching bekommst du Techniken und Strategien an die Hand, um sie täglich erfolgreich selbst anzuwenden.

 

Du willst Prüfungen bestehen? Dann stell dir vor, du hättest sie bereits erfolgreich bestanden – was für ein Gefühl wäre das für dich? Was motiviert dich dabei? Unser Gehirn unterscheidet nicht zwischen Realität und Vorstellung (von Realität).

Neben der Motivation zum Lernen kannst du im LernCoaching auch Lerntipps und Lernstrategien erhalten, die dich durch die schweren Klausuren in Schule, im Abitur und an der Universität bringen werden.

LernCoaching für Studenten

LernCoaching für Studenten kann helfen, die Noten nachhaltig zu verbessern.

LernCoaching für Studenten

Im LernCoaching können behandelt werden:

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LernCoaching in Berlin

LernCoaching in Berlin

Martin Kurth und ist LernCoach und Lerntherapeut von ZENTRAL-lernen. In diesem Video zeigt er dir, wie das LernCoaching in Berlin nach dem ZENTRAL-lernen-Modell funktioniert. LernCoaching – das ist eine individuelle Lernhilfe für Schüler und Studenten.

 

 

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LernTraining Für Studenten

LernTraining für Studenten

LernTraining für Studenten kann helfen, mit den Lernanforderungen im Studium besser

Lerntraining für Studenten

zurecht zu kommen und deutliche Erfolge hervorzubringen. Wer schnell und effektiv mit den richtigen Lerntechniken und Lernstrategien umzugehen vermag, spart viel Zeit und nutzt die natürlichen Funktionen des Gehirns, um den Lernstoff optimal zu verankern.

Das LernTraining für Studenten unterscheidet sich vom LernTraining für Schüler darin, dass mehr Augenmerk auch auf die strategische Ebene und das Zeitmanagement gerichtet wird. Erst dadurch wird das LernTraining für Studenten auch wirklich effektiv und richtet sich nach den Erfordernissen, die von den Studenten erwartet werden.

Die Elemente eines professionellen LernTrainings sind eine ausführliche Anamnese der aktuellen Lerngewohnheiten und Ziele.

Dann geht das LernTraining für Studenten in die erste Runde: Mit den brennendsten Themen wird begonnen. Häufig zeigen sich auch Lernblockaden, wie Prüfungsangst oder Motivationslosigkeit, die vorerst überwunden werden sollten. Die wesentlichen Gehirnfunktionen für das Lernen werden dann vorgestellt und besprochen. Auf dieser Grundlage dann kann es weitergehen mit den ersten Lerntechniken. Parallel ist es wichtig,

schon jetzt einen Fokus auf die Eigenverantwortung und das Selbstmanagement der Studenten zu richten. So wird der Aufbau eines effektiven und nutzungsorientierten Zeitmanagements gleich von Beginn an gefördert.

Zwischen den einzelnen Terminen des LernTrainings werden die Techniken und Strategien im eigenverantwortlichen Selbstversuch ausprobiert und Fragen notiert, die dann in den Folgestunden besprochen werden. Häufig kommt es bei der Anwendung an die eigenen Lernbedürfnisse zu Schwierigkeiten, die einer professionellen oder kreativen Lösung bedürfen. All das zeichnet ein erfolgreiches LernTraining für Studenten aus.

Professionelle LernTrainings und LernCoachings für Studenten findest du hier.

Erfolg in der Schule

Erfolg in der Schule

- das ist das Ziel eines jeden Schülers. Zumindest, bis er durch ungerechte Notengebungen und Überforderung ent-motiviert wird.Erfolg in der Schule

Im aktuellen Magazin Schule gibt es das Thema “Die neuen Strategien für den Schulerfolg”.

John Hattie, ein neuseeländischer Lernforscher hat dabei im großen Stil über mehr als 50.000 Einzelstudien zusammenfassen können, was den Erfolg in der Schule ausmacht. Um es kurz zusammenzufassen, liegt das Geheimnis des Erfolgs in der Beziehung von Schüler-Lehrer, dem Lesen und dem Lösen von Problemen.

Das schadet dem Erfolg in der Schule:

Sitzenbleiben, viel fernsehen, lange Sommerferien

Weder schadend noch helfend hingegen wirken sich aus:

offener Unterricht, jahrgangsübergreifender Unterricht, Web-gestütztes Lernen, Hausaufgaben, kleine Klassen, die finanzielle Ausstattung der Schule und das Lernen an außerschulischen Orten.

Einigermaßen helfend für den Erfolg in der Schule seien

lehrerzentrierter Unterricht, vorschulische Förderung, regelmäßige Leistungsüberprüfungen und Zusatzangebote für gute Schüler

Was dem Erfolg in der Schule richtig helfe:

Leseförderung, Feedback vom Lehrer, ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Lehrer und Schüler, problemlösender Unterricht, fundierte, fachspezifische Lehrerfortbildung.

Diese Erkenntnisse decken sich auch mit den Erkenntnissen, die in der Gehirnforschung immer wieder über den Erfolg in der Schule diskutiert und zu Tage gebracht werden. Besonders Gerald Hüther berichtet in seinen Vorträgen “Ohne Gefühl geht nix” immer wieder von der Wichtigkeit und auch Gewichtigkeit der Lehrerpersönlichkeit im Lernprozess.

Vertrauensvolle Lehr- und Lernbeziehungen

Im meiner eigenen Rolle als Lerntherapeut und LernCoach, bauen sich Lern-Settings immer auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung auf – und sind auch deshalb für Kinder und Jugendliche mit Lernproblemen besonders hilfreich und förderlich.

Das Lesen

sehe ich grundsätzlich ebenfalls als einen der größten Lernförderer und somit entscheidenden Faktor für den Erfolg in der Schule an. Sprache erschließt sich viel darüber, dass man sich mit ihr auseinandersetzt. Wer viel guter und wohlformulierter Sprache ausgesetzt wird, kann kaum anders, als sich grammatikalisch, stilistisch und auch in Sachen Rechtschreibfehlern zu verbessern. Und das sind nur die positiven “Nebeneffekte”. Die Kreativität wird angeregt und Inhalte zugänglich, das Verstehen von Schriftsprache wird verbessert. Neue Inhalte erschließen sich so dem Lesenden immer leichter.

Lösen von Problemen

- hier betreten wir sicherlich einen Grenzbereich der Mathematik. Denn in der Mathematik geht es ja grundlegend nicht unbedingt um das Rechnen selbst sondern viel eher um das Lösen von mathematischen Problemen. Und das ist eine Geisteshaltung, eine Fähigkeit, die Mathematiker im beruflichen Umfeld in vielen Richtungen wertvoll macht. Nicht ohne Grund basiert jedes fundierte Ingenieur-Studium auf einem großen Anteil von Mathematik. Mal etwas mehr angewendet, mal etwas abstrakter und theoretischer Natur – ganz den Problemen angepasst eben.

Nur häufig gelingt eines in der Mathematik nicht: Den Bogen in den Alltag zu schlagen. Neben dem überschlagenden Rechnen wird kaum ein mathematisches Themengebiet mit Praxistauglichkeit im Alltag in Verbindung gebracht. Schade eigentlich – denn das Fach gibt so viel mehr her.

Auch neben der Mathematik sind selbstveständlich andere Bereiche in Sachen Problemlösung förderlich und schulend.

Wer praxisnahe Lernstrategien und Lerntechniken an die Hand bekommen möchte, kann das in einem persönlichen LernCoaching oder im e-Learning-System von ZENTRAL-lernen kennenlernen: http://e-learning.zentral-lernen.de/e-kurs/.

Mehr zu den Lernstrategien und Erwartungen, die an Schüler gestellt werden in folgenden BLOG-Beiträgen.

Bis dahin – Viel Erfolg in der Schule

Fehler beim Lernen

Wir alle machen Fehler beim Lernen

Wie man die Fehler aber in den Griff bekommt, passiert in zwei Schritten.

Schritt 1: Ich erkenne, dass ich Fehler mache

Schritt 2: Ich ändere etwas daran, was ich tue

Neben der Aufschieberitis gibt es noch etliche weitere Fehler beim Lernen, die man begehen kann. Welche Fehler beim Lernen wirklich ins Gewicht fallen, erfährst du in meinem neuen eBook: “10 Fehler, die du beim Lernen unbedingt vermeiden solltest”.

Ich stelle dir 10 Fehler vor, die du vielleicht so vorher noch nicht gesehen hast – vielleicht erkennst du dich an der ein oder anderen Stelle und wirst  dein Lernverhalten anpassen – oder dich dagegen entscheiden. Schließlich hast du nach wie vor die Wahl, ob du Fehler beim Lernen begehen möchtest – oder etwas änderst.

Viele der Fehler beim Lernen kennst du sicherlich schon und ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass ich die meisten selbst schon begangen habe. Um nur ein paar Fehler beim Lernen zu benennen: Aufschieberitis (Prokrastination), Zeitverschwendung, falsche Lerntechniken, kein Interesse am Lernstoff, keine Pausen… und noch einige weitere Fehler beim Lernen liste ich dir in dem Buch auf. Zu den meisten Fehlern erhältst du direkte Lösungsansätze – oder du wirst zum Nachdenken angeregt, was du in Zukunft besser machen könntest, um diese Fehler beim Lernen nicht wieder begehen zu müssen.

Fehler beim Lernen

10 Fehler, die du beim Lernen unbedingt vermeiden solltest

Hier kannst du das Buch direkt kaufen (Preis: 47,- Euro)!

Hier kannst du das Buch als Bonus erhalten!

10 Fehler, die du beim Lernen unbedingt vermeiden solltest (Part 2 – Zeitverschwendung)

Fehler Nr. 2: Zeitverschwendung

Immer wieder bin ich in meinen Lernberatungen überrascht, wie viele Schüler und Studenten „lernen“, indem sie einfach in Büchern lesen. Dann wird der Text mehrfach intensiv durchgearbeitet und ein ums andere Mal vom ersten bis zum letzten Wort gelesen. Zeitverschwendung oder gute Strategie?

Dabei haben Studien längst gezeigt, dass nur etwa 7-15% der Worte in Fachbüchern den tatsächlichen Inhalt transportieren. Durch das Lesen von 100% der Wörter, lese ich 85-93%, die für mich völlig belanglos sind. Und das kostet selbstverständlich Zeit. Zeit, die ich für wirklich effektives Lernen (von weiteren Inhalten z.B.) einsetzen könnte. Weitere Zeitverschwendungen sind möglich, wenn ich mir vorher nicht genau überlege, was ich tatsächlich lernen MUSS. Das Weglassen von ganzen Kapiteln oder Abschnitten ist die definitiv umfassendste Art, die Lernzeit kurz und knapp zu gestalten und Zeitverschwendung vorzubeugen.

Zeitverschwendung

Mit den eigenen Notizen verhält es sich übrigens ähnlich wie mit dem Fachbuch. Sätze aufzuschreiben sorgt zwar für semantisch und stilistisch wohlgeformte Schriftstücke – aber als Grundlage für das Lernen sind sie nicht ideal. Wie du die Zeit- und Ressourcenverschwendung so gering wie möglich hältst, erfährst du durch die Spickzettel-Methode und das Anfertigen gehirn-gerechter Notizen.

Ein weiterer gigantischer Zeit-Killer, und damit absolute Zeitverschwendung, ist, sich nicht zu überlegen, welche Inhalte für mein Lernziel nicht von Bedeutung sind. Einfach alles zu lernen, kann nicht die Lösung sein. Dann verzettele ich mich viel zu sehr im Detail. Das Große-Ganze ist manchmal mehr…

Der größte Zeit-Vorteil beim Lernen liegt eindeutig darin, all das wegzulassen, was ich NICHT lernen muss. Sowohl die Füllworte beim Lesen und in meinen Notizen als auch ganze Abschnitte, die für mich und mein Lernziel nicht relevant sind.

In meinem ZENTRAL-lernen-System habe ich eine Methode entwickelt, die es erlaubt, die unwichtigen Füllwörter weg zu lassen – und das, ohne dass der Informationsgehalt darunter leidet.

 

10 Fehler, die du vermeiden solltest (Part 1 – Prokrastination)

Fehler Nr. 1: Prokrastination

Das Lernen „auf den letzten Drücker“ ist Volkssport – und dennoch einer der größten Lernerfolgs-Verhinderer. Im Fachjargon heißt das Ganze Prokrastination. Wenn erst kurz vor der Klausur mit dem Lernen begonnen wird, mag es zwar sein, dass ich mit meinem „Vollstopfen“ die Inhalte kurzfristig in meinen Kopf hineinbekomme – jedoch sind sie danach leider fast ebenso schnell wieder vergessen. Gerade im Studium aber zählt das Langzeit-Fachwissen. Was nutzen der Arbeitswelt später Studenten, die zwar tolle Noten (wenn überhaupt) geschrieben haben, aber die Inhalte nicht beherrschen?

Bulimie-Lernen kann nicht die Lösung sein – auch nicht bei Prokrastination -  und um diesem Problem rechtzeitig zu begegnen, solltest du immer mit einer strategischen Planung beginnen.

ProkrastinationDein Ausweg:

Lege dir fest, wie viele Lerneinheiten du brauchen wirst und dann fange rechtzeitig an. So bist du auch gewappnet, wenn doch noch einmal etwas dazwischenkommt (Geburtstage, eine Präsentation…). Rechtzeitig anfangen = Prokrastination vermeiden!

Übrigens: Unter http://www.zentral-lernen.de/lerntypen-test.php findest du zusätzlich zu deinen Lerntypen auch deine Ausprägung für die Aufschieberitis, die ja die Prokrastination durchaus begünstigt.

Lernen lernen Seminar

Lernen-lernen-Seminar von ZENTRAL-lernen

Das Lernen lernen Seminar von ZENTRAL-lernen ist von den Inhalten her flexibel. Sie wollen in Ihrer Firma oder an Ihrer Schule einen praxisorientierten Workshop durchführen, in dem Lerntechniken und Lernstrategien im Vordergrund stehen?

Dann haben wir genau das richtige Angebot für Sie. Nach einem Baukasten-Prizip legen Sie selbst fest, welche Themen Sie interessieren und welchen zeitlichen Umfang Sie einplanen. Die Module heißen bisher:

Lernen lernen Seminar

  • Lerntypen – Wie Man Sie Optimal In Lern- Und Arbeitsprozesse Einbindet
    Erfahren Sie, wie Sie Ihre eigene Lernpräferenz für die Wissensaufnahme optimal nutzen können. (Lernen lernen Seminar I)
  • Gehirn-Gerechte Lern- Und Arbeitstechniken
    Mit modernen Lerntechniken für die moderne Arbeitswelt gerüstet sein. In einem ganztätigen Workshop erfahren Sie, wie Wissen aus den Informationsquellen optimal herausgefiltert und dann in das Langzeitgedächtnis eingespeichert werden kann. (Lernen lernen Seminar II)
  • Lesegewohnheiten Optimieren – Für Viel-Leser Und Führungskräfte
    Wer viel liest, benötigt dafür häufig viel kostbare Arbeitszeit. Mit diesen Methoden verdoppeln Sie Ihr Lesetempo – Garantiert! (Lernen lernen Seminar III)
  • Gedächtnistechniken Für Den Alltag
    Ob Einkaufszettel, Telefonnummern, To-Do-Listen… wer sich nicht nur auf Smartphone und Computer verlassen möchte, kann mit Hilfe von einfachen Techniken seine eigene Merkfähigkeit und ein Vielfaches steigern. (Lernen lernen Seminar IV)
  • Strategisches Lernen
    Für bestimmte Prüfungen und Tests werden teilweise enorme Vorbereitungen erfordert. Wie ein effektives Zeit-Lern-Management aussieht, das sich nach den eigenen Lernerfordernissen ausrichtet, erfahren Sie in diesem Seminar. (Lernen lernen Seminar V)
  • … mehr zum Lernen lernen Seminar auf zentral-lernen.de

Selbstverständlich sind diese Konzepte zu einem für Ihre Bedürfnisse passenden Lernen lernen Seminar kombinierbar.

Jedes Lernen lernen Seminar ist so aufgebaut, dass es eine schöne Balance zwischen theoretischen Inhalten und sofort umsetzbaren Übungen gibt. So kommen alle Teilnehmer schnell ins Handeln. Zu jedem Seminar werden professionelle Seminarunterlagen ausgegeben. Diese sind im vereinbarten Preis bereits enthalten.

 

Bildungspolitik in Berlin

Bildungspolitik in Berlin – eine Stellungnahme

Für die nachfolgenden Anmerkungen zur Berliner Bildungssituation nehme ich mal folgende Kolumne über die Bildungspolitik in Berlin als Ausgangspunkt:

Harald Martenstein, “Berliner Niveaulimbo”,in: Der Tagesspiegel, 11.5.2014

“Der Tagesspiegel hat in der vergangenen Woche gemeldet, dass an den Berliner Schulen die Leistungsanforderungen ein weiteres Mal gesenkt werden. In der Vergangenheit gab es in Berlin nämlich, verglichen mit anderen Bundesländern, hohe Durchfallquoten bei den Abschlussprüfungen. Um das Problem zu lösen, haben sie durch einige Verwaltungsmaßnahmen das Durchfallen nahezu unmöglich gemacht. Eine „5“ in Mathematik können die Schüler beim mittleren Abschluss zum Beispiel mit einer „3“ in Deutsch ausgleichen früher war eine „2“ notwendig. Um zu erreichen, dass wirklich jeder Schüler im Fach Deutsch eine „3“ erreichen kann, wurde der schriftliche Anteil der Prüfung, also Diktate, Aufsätze und dergleichen, auf nahezu null zurückgefahren. Es genügt offenbar, einige Worte sprechen zu können. Vielleicht wird daraus eine Art Sport unter den besonders ehrgeizigen Schülern – wer schafft es, sogar in Berlin durch die Prüfung zu fallen?

Es wäre ein Kinderspiel, die Probleme des Berliner Flughafens auf ähnliche Weise zu lösen. Man müsste einfach nur die Sicherheitsanforderungen senken, etwa beim Brandschutz. Man müsste per Dekret anordnen, dass nicht funktionierende Laufbänder

und nicht schließende Türen bei einem Flughafen akzeptabel sind – und schon morgen, schwupps, startet der erste Jet Richtung Mallorca. Fly the Wowereit Style! Man wird es natürlich nicht tun, erstens wegen internationaler Rechtsvorschriften. Zweitens, weil jedem sofort klar ist, dass so etwas zu einer Katastrophe führt.

Bei den Schülern führt es aber ebenfalls zu einer Katastrophe, nur nicht zu einer so spektakulären wie einem Flugzeugabsturz. Schüler, die nicht lernen mussten, sich anzustrengen. Schüler, die fast nichts wissen. Schüler, denen niemand die Chance gegeben hat, an Misserfolgen zu wachsen. Schüler, die nach vielen vergeudeten Jahren ein Zeugnis in der Hand halten, das wertlos ist.

Kein Unternehmen wird das Zeugnis ernst nehmen. Wer eine Stelle will, muss erst mal eine Prüfung absolvieren, diesmal eine echte, keine Berliner Pseudoprüfung. Das hat der Schüler aber nicht gelernt. Hinter der Schulreform steckt nicht Menschenfreundlichkeit. Es stecken Gleichgültigkeit und Skrupellosigkeit dahinter. Hauptsache, unsere Statistik stimmt, 98 Prozent erfolgreiche Prüfungen.

Was aus den jungen Leuten hinterher wird, ist doch nicht unser Problem. Man könnte die Unternehmen natürlich dazu verpflichten, Berliner Schulabgänger einzustellen, egal, ob die schreiben können oder nicht. Dies wäre der logische nächste Schritt. Für eine noch bessere Idee halte ich es, die Schulen zu schließen und das gesparte Geld gleich, ohne Umwege, in die Sozialhilfe fließen zu lassen.”

Bildungspolitik

c) by CreaPro

Einige Leser werden jetzt meinen, mit diesem Bezug würden Polemik oder Unsachlichkeit geadelt. Tatsache ist vielmehr, dass H. Martenstein ein scharfsinniger Beobachter der Berliner Realität ist und eine erfahrene und mittlerweile desillusionierte Journalistengeneration repräsentiert.

In der Tat ist es frappant, dass sich unsere Gesellschaft, im Besonderen die Berliner (Wählerschaft), nun schon seit Jahren eine hanebüchende Bildungspolitik bieten lässt, für die die SPD durch immer schlechter werdendes politisches Personal hauptverantwortlich ist.

Unbestritten ist, dass unser überkommenes Bildungssystem seit Jahrzehnten von der gesellschaftlichen Entwicklung “veraltet” wurde.

Aber in der föderalen Bundesrepublik, wo jedes Bundesland in seine eigene Kulturhoheit vernarrt ist, ist Bildungspolitik zu einer Abfolge von Versuch und Irrtum geworden. Zu einer bundeseinheitlichen Leit-Entwicklung sind die Länder gemeinsam weder willens noch fähig.

Vieles zeigte sich auch in Berlin nicht mehr zeitgemäß, etwa das dreigliederige Schulsystem aus Haupt-, Realschule, und Gymnasium mit zäher Durchlässigkeit, worunter vor allem die “Spätstarter” unter den Schülern zu leiden hatten – was zur Erfindung der Gesamtschulen geführt hatte und inzwischen dazu, möglichst alles in neue Sekundarschulen zu kippen.

Hinzu kamen Fehler, ich nenne da die Abschaffung der Pädagogischen Hochschulen, die Abschaffung der Vorschulen, die Vernachlässigung des Bildungsauftrages durch ein Jahrzehnt dummer Sparpolitik und den Ausfall von Personalpolitik. Berlin steht mittlerweile vor einem Scherbenhaufen im Bildungsbereich, die Verantwortlichen der Bildungspolitik machen aber aktionistisch weiter, als sei man mitten in der Verwirklichung eines langfristigen Konzepts, das es nicht gibt.

Ja, Berlin zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass man mit Hauruck und Haudrauf nicht zu Ende gedachte Veränderungen anordnet, sie frech “Reformen” nennt, deren Nachbesserung man nicht hinbekommt und stattdessen wieder neue “Korrekturen” vornimmt, ohne Erfahrungen aufgearbeitet zu haben.

Zum einen ist ein Totalausfall zu konstatieren, was die Berücksichtigung immer breiterer wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Bildungspolitik betrifft. Folgerungen aus der der Hirnforschung spielen eben so wenig eine Rolle, wie Erkenntnisse über das Lernen an sich, zur Motivation und über biologische Rahmenbedingungen. Das ist nicht im Fokus der Bildungspolitik.

Breite und Tiefe der fachlichen Anforderungen, die “Rahmenpläne” im weitesten Sinne, werden weder ausgemistet noch angepasst. Und dann wird noch mit “G 8″ ein Schuljahr Vermittlungszeit gestrichen.

Apropos “der Ausbildung Zeit stehlen”: Als früherer Gymnasiast habe ich keinen Dünkel, aber kann mir mal jemand erklären, warum ein Gymnasiast mit Versetzungszeugnis eine Extra-Prüfungstaffel für den MSA (Mittleren SchulAbschluss, füher: Mittlere Reife oder Realschulabschluss) ablegen muss, für die im Schulalltag direkt vorbereitet wird? Was will die Bildungspolitik hier erreichen?

Und natürlich wird verlangt, dass die Schüler mittlerer bis höherer Klassen die aktuellen elektronischen und digitalen Hilfsmittel einsetzen, Internet-Recherchen, Powerpoint-Präsentationen, usw. Und das, obwohl ein Teil der überalterten Lehrkräfte dem selbst gar nicht gewachsen ist und nicht hilfreich sein kann, ein Teil der Schüler herkunfts- und wohlstandsmäßig keinen oder eingeschränkten Zugang dazu hat. Was könnte die Bildungspolitik hier leisten?

Gleichzeitig unterwirft man sich kopflos dem Leistungsdruck internationaler Vergleiche wie PISA-Studien usw. Zuerst machen sie Rückstände sichtbar, danach müssen “die Ergebnisse stimmen”. Dafür scheut man auch kosmetische Manipulationen nicht.

Und es muss einmal deutlich gesagt werden: Gerade Berlin hat mit Eigenheiten zu kämpfen, die andere so nicht, nicht in dieser Summe oder nicht in solcher Schärfe haben, z.B. : Migrationshintergrund, gleichzeitig nicht aufgelöste und sich nicht auflösende “Parallel-Lebenswelten” aus u.a. bildungsfernen oder sozial problematischen Elternhäusern, fremd-abweichenden kulturellen Praktiken und Gewohnheiten, einem Diaspora-Verhalten, sozialer Segregation, kliquenbildendem Jugendalltag, eingeschränkten Deutschkenntnissen, Ghettoisierungen, nicht bewältigter akuter Zuwanderung und vieles mehr (nicht zu vergessen: Respektlosigkeit und schlechtes Benehmen).

Alles in allem erschwert dies adäquate Bildungs- und Erfolgsnachweise. Und Personal für individuelle Förderung und Betreuung wird einfach nicht gegeben. Schon die normale Schulausstattung wird seit Jahrzehnten auf Verschleiß und Mangel gefahren. Danke, Bildungspolitik!

Damit das alles nicht so auffällt, wird nun auch noch aktiv (siehe oben) an den Stellschrauben gedreht, indem die Anforderungen für schulisches Weiterkommen und Schulabschlüsse nach unten manipuliert werden.

Die Krönung ist eigentlich die Aussage eines Pädagogen in der jüngsten Presse: Um ungeeignete Zugänge zur Oberstufe am Gymnasium wegen zu geringer Anforderungen zu verhindern, müsse man künftig (oh Schreck!) die Schüler schlechter bewerten als sie es verdienten!

Was die Schüler “lernen” und als selbstverständlich verinnerlichen, ist ohne eigene Mühen, ohne Leistungsbeweise und ohne ernste Anforderungen trotzdem Ziele zu erreichen. Sie lernen nicht, ohne eigenen Einsatz und Qualitätsnachweis zu scheitern. Diese Erfahrung fehlt zum Erwachsenwerden und zur Persönlichkeitsbildung. Wen wundert es also, wenn derart vorgeprägte junge Menschen verzweifeln, sobald sie bei der Führerscheinprüfung “durchfallen”, keine Lehrstelle oder Anstellung finden oder ihren Berufsabschluss nicht schaffen?

Martenstein nennt die Ursachen bei den Verantwortlichen in der Bildungspolitik “Gleichgültigkeit” und “Skrupellosigkeit”.

Man könnte “Verantwortungslosigkeit” und “erwiesene Unfähigkeit” hinzufügen. Wieso wählen wir also das politisch verantwortliche Personal immer wieder? Wo erhebt sich der Protest für bessere Bildung? Ein Wandel in der Bildungspolitik muss und sollte her!