LernTraining

LernTraining – was ist das?

Unter LernTraining verstehe ich das Erlernen von neuen Lerntechniken. Manchmal sind diese Lerntechniken sogar bereits bekannt – kommen aber noch nicht zur Anwendung.

LernTraining kann bei ZENTRAL-lernen auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

Einzel-LernBeratung

Lernberatung

In der Einzel-Lernberatung erfolgt das LernTraining in einem ganz persönlichen Setting – in einer 1:1 Situation. Das ist besonders hilfreich, wenn du bereits weißt oder herausfinden willst, was deine Ziele und Bedürfnisse in Sachen Lerntechniken sind. So können wir in den folgenden Sitzungen direkt mit deinem zu lernenden Lernstoff arbeiten und Lerntechniken einüben, die zu dir und deinen Zielen passen. Das Konzept der Einzel-Lernberatung ist besonders flexibel und ermöglicht LernTraining in der individuell passendsten Form. Hier profitieren Teilnehmer davon, dass sich sämtliche Inhalte nach ihnen ausrichten und sie damit selbst schnell in ihrem eigenen Lernstoff vorankommen. So ist es möglich, in MSA, Abitur und Studium in kurzer Zeit zu den Besten zu gehören und mit Sicherheit in Prüfungen und Präsentationen zu starten.

LernTraining in Gruppen

LernTraining in Gruppen

aus einem LernTraining

LernTraining in Gruppen ist ein bereits vielfach erprobtes Konzept. In 10 Stunden erlernen Teilnehmer in einer kleinen Gruppe eine Auswahl bestimmter Lerntechniken. Im Gegensatz zu Tagesseminaren werden diese aber über den Zeitraum von 10 Wochen mit nur einer Stunde pro Woche gelehrt – so können die Inhalte besser gefestigt und integriert werden. ZENTRAL-lernen bietet LernTraining in 5 Modulen an, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben.

LernTraining in Tagesseminaren

LernTraining in Seminar

LernTraining im Seminar

In Tagesseminaren können die Lerntechniken von ZENTRAL-lernen ebenfalls erlernt werden. An einem, zwei oder drei Tagen bekommen Teilnehmer die Lerntechniken von ZENTRAL-lernen präsentiert und können in der Gruppe eintrainiert werden. Die Schwerpunkte des jeweiligen Tagesseminars werden vorab besprochen. Diese Seminare sind sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext buchbar.

LernTraining auf der Online-Plattform (E-Learning)

LernTraining online

Übersicht: Online-LernTraining

Das LernTraining auf der Online-Plattform steht ab dem 01.März 2014 zur Verfügung. In Form von interaktiven Seminaren können Teilnehmer zu jeder Tages- oder Nachtzeit mit dem Training starten – auch eine räumliche Nähe ist nicht erforderlich. Insgesamt befinden sich auf der Online-Plattform mehr als 4 Stunden Video-Material, über 60 Seiten Teilnehmer-Unterlagen und mehrere Quizzes um das eigene Wissen zu überprüfen. Neben den abrufbaren Online-Lerneinheiten gebe ich alle 14 Tage ein für die Teilnehmer frei zugängliches Webinar, in dem Fragen geklärt und Inhalte persönlich nochmal erläutert werden können. So ist stets eine persönliche Betreuung gewährleistet.

 

Lerntipps für Studenten

Lerntipps für Studenten gibt es einige.

Brauchbare Lerntipps für Studenten hingegen nur selten. Welche Methoden, welche Strategien sind sinnvoll und helfen wirklich?

Stellen wir uns einmal die Frage, was solche Lerntipps für Studenten sind, kommen wir ins Wanken: Karteikarten benutzen? Spickzettel schreiben? Welche Lesetechniken sind sinnvoll und wirklich Erfolg versprechend? Je tiefern man gräbt, umso

lerntipps für studenten

Lerntipps für Studenten
(c) by Creapro

mehr  Fragen tauchen auf. Will man prüfen, welche Lerntipps für Studenten wirklich taugen, muss man sich jedoch zuerst die Frage stellen, welches Ziel damit auch erreicht werden soll.
Beispielsweise wird ein Student im Grundstudium in einigen Fächern eher nur den Anspruch haben, zu bestehen. Das erfordert dann eine ganz andere Planung und strategische Herangehensweise, als wenn ein Student in seinem Master-Studiengang mit Bestnote abschließen möchte.

Individuelle und persönlich passende Lernberatung

Und damit ist auch schon der Kern getroffen: Jeder hat für seine Ziele und seine Anforderungen entsprechend andere Schwerpunkte in der Lernarbeit. Und jeder braucht dafür unterschiedliche Techniken. Was für den einen gut funktioniert, muss für den anderen nicht unbedingt funktionieren. Somit ist es besonders wichtig, wenn wir uns über Lerntipps für Studenten unterhalten, dass wir auch die Verschiedenartigkeit der Studenten berücksichtigen – und das geht nur, wenn man eine persönliche Lernberatung bekommt, wie du sie in meinen LernCoachings erhältst. Etliche Erfahrungen und Rückmeldungen durch meine Klienten bestätigen, dass sie erst durch das Verstehen, warum genau diese Lerntechniken für sie gepasst haben, diese dann auch angewendet haben.

In einem Studium geht es aber neben der richtigen Lerntechnik auch darum, mit der richtigen Strategie seinen Lernstoff vorzubereiten, Lerneinheiten sinnvoll und ausreichend zu planen und sich dann auch noch zu motivieren, die Vorhaben auch wirklich in die Tat umzusetzen.

Allein das Anwenden einer einzigen Lerntechnik – der Mind-Map – hat mir selbst damals in meinem Studium durch relativ wenig Aufwand zu einer glatten Eins verholfen. Und dabei gestaltete sich das Lernen für mich sogar weit weniger schwierig als das Lernen zuvor.

In meinem Selbststudium der Psychopathologie zur Prüfung auf den Heilpraktiker für Psychotherapie habe ich dann für mich passende Lerntechniken zusammengetragen und innerhalb von nur 5 Monaten den Lernstoff gelernt, der sonst in 2 Jahren Schule vermittelt wird. Wie diese passenden Lerntechniken für dich aussehen, kommt zum Großteil auch auf dein eigenes Lernmotiv und deine Ziele an. Für einen kommt es darauf an, zu bestehen und mehr Freizeit zu haben. Für einen anderen ist das Ziel nur die Bestnote. Beide Motive haben unterschiedliche Qualitätsanforderungen und brauchen so einen andere Lerntechnik und eine anderen Lern- und Vorbereitungsstrategie. Wie das geht und was für dich persönlich sinnvoll ist, erfährst du in einem persönlichen LernCoaching.

Sicherlich kannst du etliche Bücher zu diesem Thema lesen – aber wichtig ist auch, dass du dann die entsprechenden relevanten Dinge für dich persönlich ausprobierst und umsetzt. Im Nachgang erst kann man entscheiden, was wirklich funktioniert und was für einen selbst gut passt.

Schule und Sportvereine

Schule und Sportvereine

Die Schule hat sich verändert,

in vielerlei Hinsicht. Und man kann nicht sagen, dass die Bedingungen für die Kinder und damit für das Lernen besser geworden wären. Die im Föderalismuskonzept der Bundesrepublik nicht nur zementierte, sondern in den Köpfen betonierte Kulturhoheit jedes einzelnen Bundeslandes bringt es mit sich, dass sich die schulische Bildungsarbeit zigfach unterschiedlich und untereinander unkompatibel entwickelt.

Familien, die berufsbedingt ihren Wohnort einmal oder mehrmals während der schulpflichtigen Jahre wechseln müssen, erleben zum Teil Horrorszenarien und formalistisch erzwungene Wiederholungsjahre.

Das alles wäre mit einer bundeseinheitlichen Regelung oder wenigstens einem bundesweit abgesteckten Rahmen und wechselseitiger Anerkennung vermeidbar. Aber so weit “denkt” Bildungspolitik nicht. Sie stellt das Wohl und die Zukunft der Kinder nicht ernsthaft in den Mittelpunkt.

Das leidige Thema der Verkürzung der Gymnasialzeit von 9 auf 8 Jahre bis zum Qualitätssiegel Abitur ist beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass der Stoffplan nicht mitangepasst wurde. Durch Zeitdruck wurde der Leistungsdruck erhöht.

Es ist aus pädagogischen Gründen ein Vorteil, dass Berlin bei einer 6-jährigen Grundschule geblieben ist. In anderen Bundesländern führt der Zwang, die Kinder nach nur 4 Schuljahren auf weiterführende Schultypen aufteilen zu müssen zu extra Druck und schädlichem Stress für die Kinder.

Und es ist Augenwischerei und eine Ablenkungsdiskussion, wenn die zusammengelegten ersten beiden Schuljahre als “Entlastung” ins Feld geführt werden. Sie verwischen eine zeit-kindgerechte Beschulung.

Der blinde Entschluss, die Vorschulen wegfallen zu lassen (in Berlin seit 2005), hat die pädagogische Zuwendung für die Kinder nicht erhöht, sondern Qualitäten abgeschafft:

  • die frühe Gemeinschaftsbildung
  • das unauffällige “Mitziehen” der Kinder aus Migrationsfamilien und bei “bildungsfernen Eltern” (> mehr Chancengleichheit)
  • das spielerische Heranführen an einen geordneten Lernalltag
  • dem Kindeswohl dienende Individualentscheidungen für “Spätentwickler”.

Und bei alledem hält die Berliner Politik gegen vielfachen fachlichen Rat an der “Früheinschulung” fest, die Kinder schon vor dem 6. Geburtstag einschult. Bei der eigenwilligen und konzeptlosen Bildungspolitik stellt die Berliner SPD seit Jahren das zweifelhafte Senator(inn)enpotential. Sie ist auch, und zwar unentschuldbar zuvorderst, für die katastrophale Personalentwicklung des gesamten öffentlichen Dienstes ohne Ausnahme der Schulen und die verfehlte Ausbildungs- und “Eingruppierungs”-Praxis bei den Lehrern verantwortlich. Das Vorzeigen von Aktivitäten war bislang Aktionismus, an Einsicht fehlt es schon deshalb, weil man damit Fehler einräumen müsste.

Als man in den vergangenen Jahren für den größten Teil der Berliner Schulen einen Wechsel zu Ganztagseinrichtungen beschloss, hat man die fehlenden Voraussetzungen dafür fortgeschrieben. Damit gilt auch hier wieder und weiterhin:

  • zu wenig Personal
  • überalterte Personalkörper ohne demographisches Korrektiv
  • alte Lehrkonzepte und überholte Rahmenpläne aus praxisfremden Gremien

Die Begleiterscheinungen sind u.a.:

  • die Ganztagsbetreuung überfordert die Schulen
  • Konzepte fehlen ebenso wie das erforderliche Personal
  • verwahren und verwalten statt betreuen und fördern
  • fehlende Vorgaben, dass mit Schulschluss auch die Aufgaben beendet zu sein haben.

Die Folge ist, dass auch bei Ganztagsschulbetrieb noch eine Menge Hausaufgaben gefordert sind. Die Schüler mittlerer und höherer Klassen kommen so locker über 50-Stunden-Wochen.

Und jetzt komme ich auf die Überschrift zurück:

Fehlendes Nachdenken

und der fachliche und politische Totalausfall von Folgeabschätzungen führen dazu, dass Kinder und Jugendliche nach der Schule immer weniger Bereitschaft, Kraft und Energie für Hobbys haben. “Die sind fertig” und neigen nachweislich zu Medienkonsum einerseits (TV, PC, Spielkonsolen …) und Impulskonsum andererseits (alles was “kickt”, Videoclips, unkontrollierte Kontakte und Abtausche in sozialen Netzwerken, …).

Sportvereine sind zum Teil in ihrer Existenz gefährdet. Sie verzeichnen dauerhafte Rückgänge an Zulauf, weil die Kinder und Jugendlichen immer häufiger vermeiden, sich nach dem “Schlauch Schule” weitere Verpflichtungen, Routinen und Engagement aufzulasten. Dabei ist Sport als Ausgleich für Geist und Gehirn eine wichtige Ergänzung zum Lernen, die das Lernen nahezu spielerisch verbessert und die Sozialkompetenz erhöht. Und das auch ganz wichtig schon im Grundschulalter.

Sportliche Übungen und Spiel, psychomotorische Konzepte sowie Gruppenverhalten vermitteln Fairness, Körper- und Selbstbewusstsein, Solidarverhalten. Regeln werden zum Teil ausgemacht, andere auch einfach anerkannt und praktiziert.

Seit über 20 Jahren gibt es in Berlin ein Programm “Schule und Sportverein”. Was früher kaum jemand von außen bemerkte, führt nun vermehrt dazu, dass sich Vereine in Schulen und in der Ganztagsbetreuung engagieren. Geeignete Voraussetzungen hat die Bildungspolitik aber versäumt zu schaffen.

Es sind sowohl Existenzprobleme, die Notwendigkeit zur normalen Nachwuchsarbeit, bei engagierten Profivereinen ist des auch die Talentsuche, die die Vereine in die Schulen treibt und schlecht bezahlte Übungsleiter bzw. Vereinstrainer sich mühen lässt. (In Berlin an mehr als 300 Schulen, fast 800 Maßnahmen). Manche Schulen helfen sich mit Fördervereinen, Elternspenden, Sponsoren oder gar Stiftungsunterstützungen. Dass so etwas funktioniert, verkleistert den Blick auf einen Ausfall in der Bildungspolitik, das Fehlen von Strategie und Finanzierungskozept. Die Sprüche der Funktionäre übertünchen das Versagen und die Mangelsituation.

Bildung und das Wohl der Kinder stehen absehbar nicht im Fokus der Politik. Nur ein Träumer hätte glauben können, dass dazu etwas im Koalitionsvertrag steht. Wollen wir das so hinnehmen?

Lernen lernen – aus der Forschung

Lernen lernen – Aus der Forschung: Welche Techniken wirklich funktionieren

“Lernen lernen” – damit hat sich nun auch das “Magazin Schule – so leben und lernen wir” in der Ausgabe Nr. 4 August/September 2013 beschäftigt. Auf insgesamt 12 Seiten berichtet das Magazin von verschiedenen Formen des Lerntrainings und stellt Techniken vor, die sich sowohl in der Praxis, als auch in der Lern- und Gehirnforschung bewährt haben.

Zum Thema “Lernen lernen” meldet sich der Neurobiologe Martin Korte zu Wort. So sagt dieser beispielsweise, dass es umso wichtiger sei, zu begreifen warum der Lernstoff wichtig sei, weil so nachhaltiger gelernt werden könne. Eine wesentliche Technik dazu wird ebenfalls vorgestellt: Bei schweren oder frustrierenden Aufgaben, die zu erledigen seien, solle man sich hinsetzen und 10 Gründe aufschreiben, warum ich genau diesen Stoff zu lernen habe und was es mir für andere Lerngebiete bringt. So sei es möglich, die Perspektive zu wechseln. Dass die Frage des “Warum” so wichtig is, wird auch im Lerntraining zum “Lernen lernen” von ZENTRAL-lernen immer berücksichtigt. Auch Lerntechniken können besser und gewinnbringender eingesetzt werden, wenn ich weiß, warum es genau so besonders gut funktioniert und was es mir bringt. Diese Technik allein verschaffe mehr Motivation für den Lernenden.

Lerntypen werden in dem Artikel teilweise kontrovers diskutiert. Zum einen wird benannt, dass die klassische Einteilung in den visuellen, auditiven und haptischen Lerntyp überholt sei – der Neurobiologe Martin Korte allerdings sagt, dass es durchaus so sei, dass über einen bestimmten Sinneskanal der Lernstoff besser aufgenommen werden könne. Jedoch lerne man am allerbesten, wenn möglichst viele Sinne angesprochen würden. Genau dieser Standpunkt ist in den Kursen von ZENTRAL-lernen ebenfalls vertreten. So ist der Lerntypen-Test sicherlich hilfreich, um zu erkennen, welcher Lerntyp ich in welchen Ausprägungen sei, jedoch sollten alle anderen Sinne auch mit in den Lernprozess eingebunden werden, um maximale Resultate zu erreichen.

Martin Korte sagt ebenfalls, dass die junge Generation anders lerne – so sei die Bedeutung von visuellen Medien in den letzten Jahres rasant angewachsen. Das “Bücher-Lernen” sei nicht mehr so gefragt, viel eher gingen junge Menschen in den “Google-Suchmodus” und denken eher darüber nach, wo sie die verlangten Informationen finden könnten, wo hingegen Menschen, die über Bücher gelernt haben, ihr eigenes Faktenwissen anzapften. Die junge Generation tue sich leichter, über Bilder und Icons zu lernen, habe aber mehr und mehr Schwierigkeiten damit, sich zu konzentrieren. Die Konzentrationszeiten seien kürzer geworden und die Ablenkbarkeit stark gestiegen.
Auch zuvor wird in dem Artikel von Lernexperten gesagt, dass ja das Lernen auch in Konkurrenz mit Smartphones, Laptop, Spielekonsolen und anderen neuen Medien stünde und somit häufig die Motivation “zu lernen” nicht so recht aufkomme.

Die Lerntipps für das Lernen lernen – hier in der Übersicht mit eigenen Kommentaren:

1) Aufpassen und mitschreiben
Im Unterricht – das sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber häufig nicht. Im Unterricht wird der Grundstein für den späteren Lernerfolg gelegt. Unbedingt sollten Schüler hier lernen, besonders aufzupassen und die wesentlichen Punkte auch mitzuschreiben. Im ersten Modul von ZENRAL-lernen ist das auch einer der Punkte, die aufzeigen, wie solche Notizen idealerweise aussehen sollten.

2) Texte richtig auswerten
Ebenfalls ein wichtiger Punkt – sich anzugewöhnen, die wichtigsten Schlüsselwörter zu markieren spart im zweiten Lesegang das Lesen von unnötigen Wörtern. Wie man sich Texte vernünftig aufbereitet, erfährst du in den Lernen-lernen-Kursen von ZENTRAL-lernen. Einer der wichtigsten Schritte beim Lernen lernen.

3) Die Ordnung des Wissens
Notizen können gehirn-gerecht sein – oder auch nicht. Wenn die erstellten Notizen nicht der Funktionsweise unseres Gehirns entsprechen, werden die Informationen deutlich schlechter aufgenommen. Im Lerntraining von ZENTRAL-lernen erfährst du, warum eine bestimmte Art von Notizen besser geeignet ist als andere und du lernst, wie du sie schnell für dich anwenden kannst.

4) Das Tempo kennen
Hier geht es um das Zeitmanagement und die Lernplanung. Wer seine Lerneinheiten sinnvoll und gehirn-gerecht plant, wird mit Sicherheit bessere Erfolge verzeichnen können. Um Lerneinheiten richtig gut zu planen, sollte ich allerdings auch wissen, wie viele Wiederholungen ich mit einer bestimmten Lerntechnik brauch, um auf das Wissen umfassend zugreifen zu können. Wenn du das lernen möchtest, kannst du dich zu einem LernCoaching anmelden.

5) Wer plant, lernt besser
Die Lernzeiten sollten in einen festen Tagesrhythmus eingetaktet werden. Mit diesem Punkt gehe ich nicht ganz konform. Schließlich sollte sich der Lernplan an mein Leben anpassen. Eine gute Vorlage für eine ideale Lernplanung kannst du demnächst auf ZENTRAL-lernen.de finden. Hier kannst du dann Tagesweise für dich deine passenden Lerneinheiten eintragen.

6) Tricks fürs Gedächtnis
Da gibt es eine ganze Menge von Techniken – und allesamt sind sie sinnvoll um das Lernen lernen zu bereichern. Die Vielzahl von Techniken kann einen Anfänger jedoch schnell überfordern. Zudem gibt es Techniken, die vorab gelernt werden sollten, damit andere Lerntechniken dann leichter funktionieren. In einem LernCoaching sind die Techniken schnell erklärt und du kannst sie noch schneller anwenden. Was würdest du sagen, wenn du 10 neue Begriffe in weniger als einer Minuten lernen könntest? In der richtigen Reihenfolge!

7) Ruhe und Raum – der ideale Lern-Rahmen
Die Lernraum-Gestaltung sollte hell, freundlich und entspannend sein. Handy, Computer, Fernseher und alle anderen Quellen, die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen könnten, sollten aus dem Lernraum zumindest für die Zeitdauer des Lernens verbannt werden. Auch ist es durchaus sinnvoll, nach einer Lerneinheit vorerst nicht fernzusehen, facebook aufzusuchen oder sich anderweitig mit Elektronik zu berauschen. Das verhindert nämlich den Transfer von Lerninhalten in das Mittel- bzw. Langzeitgedächtnis. Auf ZENTRAL-lernen.de findest du Tipps, die ein nachhaltiges Lernen fördern können.

8) Motivation
Ohne Motivation geht nichts. Von daher könnte es besonders wichtig sein, wenn du deine Lerntechniken nach dem Konzept von ZENTRAL-lernen begleiten lässt. Dein LernCoach kann dir stets weiterhelfen, wenn es mal eng wird mit der Motivation, du nicht so recht weißt, warum du dich grad nicht aufraffen kannst oder falls andere Ereignisse deine Lernleistungen blockieren. Mentale Unterstützung kann dir langfristig helfen, maximale Motivation aufzubauen und zu erhalten.

 

Effektive Lerntechniken

Effektive Lerntechniken

Effektive Lerntechniken sind diejenigen Lerntechniken, die sich in der Praxis vieler Lerntrainings bewährt haben und nachhaltig einen Zugriff auf das gespeicherte Wissen ermöglichen. In die Schulen haben diese effektiven Lerntechniken allerdings (leider) noch nicht den gewünschten Einzug erhalten. Um jedoch auf dem “aktuellen Stand” zu sein, unterrichten nun allerdings viele Schulen Lern- und Arbeitstechniken, wie beispielsweise Mind-Maps. Leider bleibt hier jedoch der Wissenstransfer häufig aus, wie diese Technik für “alle” Anforderungen des Lernens zu gebrauchen sind. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die unterrichtenden Lehrer selbst ihre Unterrichtsvorbereitungen nicht auf dieser Grundlage erstellen und selbst Mind-Maps und andere unterrichtete Lerntechniken nicht selbst für ihre Bedürfnisse anwenden.

Was sind denn nun effektive Lerntechniken?

Effektive Lerntechniken helfen, Inhalte besser zu verstehen, schneller lernen und begreifen zu könne und den Lernstoff auch nach einigen Wochen noch im Zugriff und abrufbar zu haben. Das steht dem in der Praxis häufig angewandten “Bulimie-Lernen” entgegen, das Studenten und Schüler dazu veranlasst, nur für eine Klausur möglichst zeitnah und möglichst umfangreich viel Wissen im Kurzzeitspeicher zu haben, dann jedoch nach der Klausur umgehend zu vergessen.

Durch die richtigen, effektiven Lerntechniken kann schneller gelernt werden, es können bessere Leistungen in Schule, Studium und Ausbildung erreicht und wesentlich mehr Freizeit genossen werden.

Zu den angewandten Lerntechniken, die in den Kursen von ZENTRAL-lernen zum Einsatz kommen, gehören unter anderem Mind-Maps, ABC-Listen nach Birkenbihl, BrainGyms und andere Techniken zur Integration beider Gehirnhälften, Gedächtnistechniken, wie die Geschichten-Technik oder die Schlüsselwort-Technik zum Vokabellernen oder auch die Routentechnik, mit der alle möglichen Lerninhalte schnell und umfassend in der richtigen Reihenfolge memoriert werden können.

Auch ist es wichtig, möglichst viele Sinne in das Lernen mit einzubeziehen. So greifen die guten, effektiven Lerntechniken hauptsächlich auf den visuellen (sehen), auditiven (hören) und kinästhetischen/motorischen Sinn zu. Dadurch kann das Gehirn das Lernen als eine weitaus umfangreichere Erfahrung abspeichern, die dann auch besser wieder abrufbar ist.

Was fehlt noch, wenn man effektive Lerntechniken einsetzt?

Ich benutze immer wieder die Metapher der eierlegenden Woll-Milch-Sau. In Bezug auf das Lernen, ist diese eierlegende Woll-Milch-Sau für jeden umsetzbar. Dass es allerdings auch trotzdem eine gewisse Bemühung erfordert ergibt sich ja auch daraus, dass man ja später auch selbst die Eier einsammeln, die Wolle schären, die Milch melken und letztlich auch schlachten muss, damit man auch etwas von den Vorzügen hat.

Der Einsatz von effektiven Lerntechniken allein ist noch kein Garant dafür, dass das Lernen gelingt. Hinzugenommen werden muss noch eine strukturierte Form der Lernplanung. Diese schließt auch die Definition der richtigen Lernziele ein. Nur allein durch das Setzen eines anstrebenswerten Zieles kann sich die intrinsische Motivation enorm erhöhen. (Anm. intrinsisch = innere Motivation, extrinsisch = äußere, also von äußeren Anreizen bestimmte Motivation)

In einem runden Lernkonzept sollten nach Möglichkeit alle Punkte berücksichtigt sein, damit die Erfolge das logische Produkt des Tuns werden können. Melden Sie sich zum Lerntraining von ZENTRAL-lernen!

Wie lerne ich richtig?

Wie lerne ich richtig

- eine Frage, die häufig in der Schullaufbahn nicht tiefgehend gestellt und erst recht nicht beantwortet wird.

Dabei ist es doch so wichtig – ist nicht das “Lernen lernen” die entscheidende Kompetenz, die über Erfolg und Misserfolg in allen anderen Fächern entscheidet? Umso unverständlicher bleibt, warum nicht Bildungskonzepte umgesetzt werden, bei denen engagierte und fähige Gehirnforscher mitwirken und helfen können, die Schule von morgen nach den Erkenntnisse von heute zu formen. Stattdessen werde Lehrpläne nicht angepasst, beinhalten teilweise noch Strukturen aus der Kaiserzeit (ich wünschte, das wäre ein Scherz!!!)

Wenn ich mir also nun die Frage stelle: “Wie lerne ich richtig?” habe ich zumindest schon einmal damit angefangen, mir im Klaren zu sein, dass meine aktuelle Lernfähigkeit nicht das Optimum darstellt, was offensichtlich an Erkenntnissen über die Einspeicherungen in unser Gedächtnis bisher verfügbar ist.

Leute, die das Lernen und die heutigen Erkenntnisse darüber revolutioniert haben sind unter anderem Vera F. Birkenbihl, Tony Buzan, Paul Scheele, Dr. Gunther Karsten, Gregor Straub, Chrisiane Stenger und etliche andere Leute, die es auch schaffen, massenwirksam Techniken zu verbreiten, die einem das Lernen weitaus einfacher werden lassen. Auch diese Ikonen waren einmal an dem Punkt, dass sie sich fragten: Wie lerne ich richtig – und haben dann ihre eigenen Theorien und Antworten entwickelt.

Doch kann man nun sagen, dass es genau die eine Lerntechnik gibt, die für alle besonders gut ist? Mit Sicherheit nicht, jedoch sollte jeder Lernwütige auch darauf bedacht sein, einer Lerntechnik auch eine Chance zu geben. So kann es durchaus sein, dass Mind-Mapping vielleicht nicht für Jedermann eine sinnvolle Technik darstellt, sich Lernstoff längerfristig zu behalten, jedoch ist es durchaus sinnvoll einer solchen Technik, die bereits Millionen von Anwendern begeistert erst einmal zu lernen und auszuprobieren. Bestenfalls natürlich unter Anleitung von jemandem, der sich nicht nur mit dieser Technik auskennt, sondern jemand, der diese Technik auch für sich und sein tägliches Leben anwendet. Und hier bekommt leider die Schule auch wieder Minuspunkte. Zwar werden immer mehr Mind-Maps im Unterricht angeboten, Lehrer zeichnen sie vielleicht sogar mit den Schülern zusammen. Warum bleibt dann nichts bei den Schülern von dieser Technik haften? Natürlicht weil die Lehrer selbst diese Technik nicht dauerhaft und selbstveständlich einsetzen, sondern einen künstlichen Rahmen schaffen um moderne Unterrichtsmethoden anzuwenden. Falls ich jetzt hier engagierten Lehrern etwas unterstellt, möchte ich mich bei diesen in aller Form entschuldigen – bin jedoch felsenfest auf Grund zahlreicher Erfahrungen davon überzeugt, dass es beinahe immer zutrifft.

Dann gibt es einige weitere Lerntechniken, die unabdingbar in den Unterricht gehören. Die wichtigste Technik sollte hier mit der Schlüsselwort-Methode benannt werden – die kein einziger Fremdsprachenlehrer zu kennen scheint. Wie lerne ich richtig, wenn ich zwar von Experten umgeben bin, die mir aber keine handhabbaren Techniken präsentieren?

Meine Einladung ist, den ZENTRAL-lernen-Kurs zu besuchen und dort alle wichtigen Techniken und Strategien zu erlernen, die es für den Schulalltag braucht. Wenn ich allen Anforderungen von meinem Rüstzeug her gewachsen bin, werden auch die Erfolge nicht ausbleiben, sondern sich wie von Wunderhand von selbst einstellen.

Zusammenfassend kann man nur sagen: Wie lerne ich richtig? Mit den richtigen Lerntechniken und der richtigen Strategie. Lassen Sie sich von einem Experten diesbezüglich beraten.

Kinder brauchen Bildung, keine Ausbildung

Kinder brauchen Bildung, keine Ausbildung

- Nehmt den Turbo raus…

So titelte der “Tagesspiegel” am 23. April 2013 und folgte damit einer Berichterstattung in der “Zeit” zwei Wochen zuvor zu Richard David Prechts neuem Buch “Anna, die Schule und der liebe Gott”. Ansonsten folgte im Text eine kritische Kommentierung, die man auch als Verriss bezeichnen könnte.

Ich meine, das ist nicht ganz fair. Wer die zuvor erschienenen Bücher des Publizisten und Philosophen gelesen hat und schätzt, der weiß, dass dieser Mann mit seinem Wissen und seiner skalpellartig scharfen Intelligenz zum “Vordenker” taugt. Und er hat klipp und klar erklärt, dass er sich im verhärteten und trägen deutschen Bildungswesen eine Revolution wünscht, deren nötige Diskussion er – durchaus mit provozierenden Ideen – anstoßen will (Zeit-Artikel).

Dazu beschreibt er im ersten Teil unser Bildungssystem, das er kritisiert, sehr genau. Seine Kritik kann in der Behauptung zusammengefasst werden, dass all das konzeptlose Stückwerk und Herumgewurstel mit sogenannten Reformen “unser Bildungssystem dem Maßstab der ökonomischen Nützlichkeit und Beschleunigung” ausliefert.

Es braucht nur die Gedanken an das Turbo-Abitur (nach 12 Schuljahren, G 8) ohne Korrektur des Lernstoffs und die Aufgabe unserer differenzierten und weltweit geschätzten Studienabschlüsse zugunsten oft halbgarer Bachelor- und Master-Zertifikate, um der Kritik Prechts im Grunde folgen zu können.

Der Tagesspiegel fasst zusammen: Precht rechnet mit dem gesamten gegenwärtigen System ab – “mit dem dreigliedrigen Schulsystem, den überflüssigen Stoffmengen, der ‘Bulimie-Lernerei’ der Schüler (schnell Wissen anfuttern, es ausspeien und danach sofort vergessen), den fehlenden Vewrmittlungsfähigkeiten der Lehrer, dem Noten-Bewertungssystem, der 45-Minuten-Schulstundentaktung, den kasernenartigen Schulgebäuden (deren Baufälligkeit und Heruntergekommenheit vielerorts er gnädig ignoriert), der Lehrerausbildung, der zunehmenden Anzahl von Privatschulen, Pisa, G 8 etc. … Die Verbesserungen, die es hie und da gegeben hat, von Angeboten wie ‘Lernen lernen’, Kreativ-AGs und interdisziplinären Projekten sind für ihn nur ‘neue kleine Anbauten an ein marodes Gebäude’ “.

Das scheinen harte Worte, aber natürlich ist es so, dass die ergänzenden Angebote wie beispielsweise “Lernen lernen” und mein Kurs-Angebot von ZENTRAL-lernen eben Ergänzungen im derzeit bestehenden System sind, um Kinder mit zusätzlichen grundlegenden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Ansätzen auszustatten, damit sie sich in diesem unseren Bildungsalltag leichter und nachhaltig erfolgreicher positionieren können. Wenn sie Kinder danach effektiver lernen, mehr behalten und mehr Zeit übrig behalten, dann sind wir wesentlichen Stressfaktoren unseres Bildungssystems tatsächlich erfolgreich begegnet. Und darum geht’s (mir).

Ich zitiere noch einmal aus dem Tagesspiegel: ” Es muss nicht immer alles beim alten Schlechten bleiben. Man will die eigenen Kinder nicht fit für den Weltmarkt machen. Und man will ihnen heutzutage auch nicht weismachen, ‘durch die Schule irgendwie durchzumüssen’. Bloß weil man selbst mal mehr, mal weniger unbeschadet durchgekommen ist.”

Und Precht: “Jugendliche, die mit siebzehn Jahren Abitur machen und nach einem Schnelldurchgangsstudium ihren Bachelor-Abschluss mit zwanzig in der Tasche haben, sind für keine einzige Management-Position ernsthaft zu gebrauchen. In ihrem Lebenslauf ist alles weggelassen, was ein Leben erst rund und komplex macht. Die Ausbildung hat die Bildung ersetzt. Zur Persönlichkeit jedoch kann man sich nicht ausbilden, nur bilden.”

Und damit Bildung leichter und individueller (vielleicht auch kritischer) gelingen kann, gibt es Unterstützungen wie ZENTRAL-lernen.

Lerntyp – wie man besser lernt

Lerntypen – welche gibt es und wie findet man seinen eigene heraus?

Welcher Lerntyp bin ich? Diese Frage wird immer häufig gestellt. Wie kann ich meinen eigenen Lerntyp herausfinden und wenn ich das weiß, welche Möglichkeiten bieten sich dann für mich?

Bei Lerntypen unterscheidet man vorrangig in den visuellen, den auditiven und den motorischen Lerntyp.

Um den eigenen Lerntyp zu ermitteln habe ich einen eigenen Lerntypentest auf der Seite von ZENTRAL-lernen zur Verfügung gestellt. Mit der Beantwortung einiger Fragen zu bestimmten Ansätzen kann überschlägig der eigene Lerntyp bestimmt werden.

Visuelle Lerntypen

Kennzeichen des visuellen Lerntyps sind das schnelle Einprägen von Bildern und Diagrammen, die Fähigkeit mit Lesestoff verständnissicher und souverän umzugehen, sich den eigenen Lernstoff bildlich aufzubereiten.
Der Einsatz von Textmarkern ist für den visuellen Lerntyp besonders hilfreich, da dann optisch wichtige Dinge hervorgehoben werden können.
In Lerntrainings kann für den visuellen Lerntyp besonders wichtig sein:
- wie mache ich mir Notizen, dass sie auch optisch ansprechend und einprägsam sind
- welche Lernmaterialien sich besonders gut eigenen
- wie trenne ich Wichtiges von Unwichtigem (optisch und inhaltlich)
- wie kann ich meine Lerneinheiten optimal planen
- welche Gedächtnistechniken können mir weiterhelfen
- Visualisierungsübungen für lerntypengerechtes Lernen

Auditive Lerntypen

Der auditive Lerntyp kann sich Inhaltebesonders gut im Dialog oder über das Hören allgemein erschließen. Außerdem ist Arbeitsweise des auditiven Lerntyps ser sequentiell, d.h. er erledigt seine Aufgaben Schritt für Schritt. Reihenfolge ist hier besonders wichtig. Entsprechend sollten Lerneinheiten auch besonders gut durchgeplant werden.
In Lerntrainings kann der auditive Lerntyp erfahren,
- welche Lernstrategie besonders gut auch für das Sprechen wirkt
- wie Lerneinheiten optimal geplant werden können
- wie sich Lerntechniken so anpassen lassen, dass auch die auditive Komponente berücksichtigt wird
- welches Wiederholungsschema dafür sorgt, dass Inhalte langfristig abgespeichert werden können

Motorische Lerntypen

Der motorische Lerntyp kann sich Lerninhalte besonders gut einprägen, indem er Dinge im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kann. Auch können nachgespielte Handlungen sinnvoll sein.
In Lerntrainings erfahren motorische Lerntypen,
- welche Möglichkeiten es gibt, beim Lernen motorisch tätig zu werden
- was das Begreifen erleichtert
- welche Hilfsmittel besonders hilfreich sind

Was neben der Berücksichtigung des Lerntyps noch wichtig ist

Um den eigenen Lernstil zu entwickeln, ist es unabdingbar, dass der eigene Lerntyp dabei berücksichtigt wird. Die Lerntypen sind häufig jedoch auch nicht ganz eindeutig, so dass es viele Mischformen gibt und nicht nur eine Ausprägung berücksichtigt wird. Da unser Gehirn grundsätzlich Informationen sinnesspezifisch (also unter der Verwendung aller unserer zur Verfügung stehenden Sinne) abspeichert, sollte ohnehin nicht nur auf einem einzigen Sinneskanal isoliert gearbeitet werden. Vielmehr ist es (im wahrsten Sinne) sinnvoll, eine Kombination der Sinne zu nutzen, um maximale Ergebnisse zu erzielen.
Das berücksichtigt auch eher die Benutzung beider Gehirnhälften. Denn häufig ist durch Art und Umfang unserer Aktivitäten eine Gehirnhälfte dominant. Wird die andere Gehirnhälfte nicht genutzt, so verschwenden wir dieses Potenzial und bleiben hinter unseren Möglichkeiten zurück. Neben den Lerntypen sollte also auch noch berücksichtigt werden, möglichst Sinn-voll zu arbeiten, sondern auch die Funktionen beider Gehirnhälften zu nutzen. Zur Aktivierung beider Gehirnhälften gibt es aus der Kinesiologie viele hilfreiche Techniken. Die einfachsten Techniken sind Überkreuz-Bewegungen. Werden diese für einige Minuten ausgeführt, sind linke und rechte Gehirnhälfte gleichermaßen aktiv und können besser für das Lernen genutzt werden.

Das Lernen lernen ist also weitaus vielschichtiger, als man erst denkt. Auf Grundlage der aktuellen Lern- und Gehirnforschung kommen jedoch immer wieder neue Aspekte auf, die es für ein effizientes Lernen braucht. Mit der richtigen Strategie und einigen Lerntechniken sollte dem Erfolg in der Schule jedoch schon bald nichts mehr im Wege stehen.

Entscheidungen im Gehirn = Freier Wille?

Entscheiden wir frei oder sind Entscheidungen im Gehirn schon vorab getroffen?

Im Berliner Tagesspiegel vom 13.3.2013 gab es dazu einen Artikel mit dem Untertitel „Wer bestimmt, was wir tun und lassen? Das Hirn? Der freie Wille? Oder ist das alles eins?“

In der Tat ist das ein Thema, mit dem wir uns im Alltag eigentlich nicht beschäftigen (müssen). Weil wir täglich und immer präsent sind und es neben unserem konkreten Tun auch immer andere Möglichkeiten gäbe, glauben wir von uns, dass unser Verhalten auf unser Wollen und Entscheiden zurückgeht, unserem „freien Willen“ entspricht.

Die Hirnforschung hat da allerdings inzwischen wahrhaft „richtungsweisende“ andere Erkenntnisse. Sie kann nachweisen, dass im Gehirn unserem Entscheiden oder Handeln Sekunden vorher ein Impulsbündel vorausläuft. Und wo man diese Impulse schon genau analysieren kann, kann man unsere Reaktion bereits im voraus lesen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass unser Wille nur wollen kann, was das Gehirn vorher entschieden hat. Wir sind auch nicht die „Autoren unserer Gedanken“, sie tauchen aus dem Nebulösen auf und drängen sich in das Bewusstsein.

 Das muss uns aber keineswegs an uns selbst zweifeln lassen. Schließlich enthält unser Gehirn alle Spuren, die wir durch Erleben, Erfahrungen, Beobachtungen, all unsere Sinne und Erinnerungen als „Wissen“ hineingetragen haben. Unser Gehirn speichert, was es bekommen kann, es lernt, weil es gar nicht(s) ander(e)s kann. Jede Information hinterlässt eine Spur im Gehirn. Sie bleibt fein und zart, wenn die Wahrnehmung zunächst bedeutungsschwach ist. Aber schon die Zahl solcher Wiederholungen entscheidet darüber, wie sehr sich der Eintrag verfestigt und verdeutlicht. Um ein Bild zu benutzen: das geht von Fußspuren zu Trampelpfaden, zu Wegen, zu Straßen, zu Autobahnen. Und wo es kann, verknüpft das Gehirn verschiedene Sinneseindrücke bei einer Information.

 Kurz und gut: Wir sind, was und wie unser individuelles Gehirn konditioniert ist. Jedes Gehirn ist ein Unikat und funktioniert letztlich einzigartig und speziell. Wir sind unser Gehirn (So auch Manfred Spitzer in seinen Vorträgen und in seinem Buch “Digitale Demenz” wortwörtlich!).

 Je deutlicher die Spuren sind, desto schneller, klarer und „sicherer“ reagiert das Gehirn auf einen wiederkehrenden Impuls. Das wird deutlich, wenn wir beispielhaft an Dinge denken wie das Erlernen eines Instruments, Fahrrad- und Autofahren, Maschineschreiben, sportliche Übung bzw. Tanz, ja das Sich-Bewegen überhaupt. Fest eingeübt werden sie nicht nur verzögerungs- und nachdenkensfrei durchgeführt – wir sind auch in der Lage mehrere Prozesse gleichzeitig und unabhängig durchzuführen wie z.B. das Laufen und dabei sprechen/hören/woanders hinschauen/telefonieren/nachdenken. Was wir da bewusst tun wird im Unterbewusstsein routiniert und selbstverständlich gesteuert. Alle Details im einzelnen bewusst zu steuern wäre unmöglich. So werden auch Entscheidungen im Gehirn bereits im Vorfeld getroffen.

 Und weil das alles genau so funktioniert, ist es schlicht nicht egal, welche Erfahrungswelt zu den Einspeicherungen führt. Es ist ganz entscheidend, womit sich kindliche Gehirne während der Entwicklungsjahre beschäftigen, wenn all die Spuren und Strukturen im Gehirn angelegt werden.

Ein „Üb’-Aug’-und-Hand-Effekt“ wird auch bei Computerspielen oder dem Daddeln an Spielkonsolen eingeübt, aber wie nützlich ist der wirklich? Über die inhaltlichen Qualitäten sage ich mal nichts, aber welche „Wenn-dann-Konsequenzen“ werden da erlernt und für Routinen angelegt? Soziale Kompetenzen = Fehlanzeige, soziale Interaktion = wo und wie denn? Hier wird deutlich, dass dauerhafter Fernsehkonsum noch ärmer ausfällt. Man muss sich buchstäblich „kein eigenes Bild machen“, weil die Bilder auf die Nutzer einprasseln, für Fantasie und Kreativität ist weder Zeit noch Raum. Diese Reizüberflutung in sämtlichen digitalen Medien scheint nicht nur Fantasie und Kreativität abzulösen, sondern macht uns auch abhängiger nach immer mehr solchen Reizen. Der Kontrast zu anderen Beschäftigungsformen wird radikaler. Dabei geben uns die digitalen Medien viele Entscheidungen bereits vor. Entscheidungen im Gehirn werden zumindest von der Werbeindustrie schon im Vorfeld für uns getroffen. Wie viel davon wollen wir uns gefallen lassen?

Freude am Lernen – Wie es geht

Freude am Lernen ist machbar – warum tun wir’s nicht?

Ich fange mal wieder mit der Gehirnforschung an. Sie hat nachgewiesen: Wenn unser Gehirn mit Freude lernen und arbeitet, ist das Belohnungszentrum eingeschaltet, der Lern-Turbo – wir lernen besser und nachhaltiger.

Deshalb wäre es so wichtig, dass unsere Kinder in der Schule, und gleich von Anfang an, Freude empfinden. Der Schulalltag bedeutet Umstellung und Selbstdisziplin. Jedes Kind begegnet dem Neuen der Schule mit (Neugier und) einer gewissen Verunsicherung. Wie wird es sein? Werde ich alles können? Bin ich so gut wie andere?

Eine erfolgreiche Pädagogin (siehe weiter unten) hat ihr Tun so beschrieben:

„Der Schwerpunkt meiner Arbeit lag immer darauf, dass die Kinder … positive Überzeugungen über sich selbst gewannen, die ihnen viel Kraft und Motivation gaben. Ich bemühte mich, jedem Kind stets solche Fragen zu stellen, die es zwar forderten, aber von ihm richtig gelöst werden konnten, sodass alle Kinder Erfolgserlebnisse hatten. Es muss gelingen, dass sich Kinder als fähig erleben. Sie lieben es, wenn das Beste aus ihnen herausgeholt wird, und sind dann auch bereit, engagiert mitzumachen.

… Sobald es gelingt, dass Beschäftigung mit Dingen für Kinder leicht ist, und das heißt in erster Linie stress- und angstfrei, taucht die Freude daran von ganz allein auf.“

Auch der Lehrer hat es leichter und „kommt besser durch“, wenn die Kinder mit Freude am Lernen dabei sind. Je besser „es flutscht“, desto mehr Gelegenheit bleibt für individuelle Betreuung. Wir können das von außen unterstützen. Eltern können eine gute Grundstimmung zur Schule herstellen und sollten viel mit dem Kind entspannt über die Schule reden. Wenn sie über das sprechen, was in der Schule Thema ist, verfestigen sie das Verstehen durch die Wiederholung, ohne mit „Üben“ zu nerven. Und wenn sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind auf Distanz zur Schule geht, sein Interesse nachlässt – lassen Sie sich vielleicht von einem LernCoach oder Lerntherapeuten beraten. Es geht ja nicht gleich um dauerhaftes Eingreifen, vielleicht nur um eine Kurskorrektur oder Initialzündung. Kleiner Aufwand – große Wirkung.

Die Pädagogin berichtet weiter, wie auch Eltern Veränderungen an ihren Kindern und deren wachsende Freude am Lernen wahrnehmen:

„Eine Mutter erzählte, dass ein Kind seit Wochen nicht mehr gesagt hat, es sei dumm, eine andere teilte mit, ihr Kind würde sich jetzt bei Mathematikaufgaben nicht mehr von vornherein verweigern, sondern sie so beginnen, wie alle anderen Hausaufgaben auch. >Mein Sohn wünscht sich zum Geburtstag einen Duden, was haben Sie nur mit ihm gemacht?< >Meine Tochtermacht die Hausaufgaben nun ohne Streit, anschließend wiederholen wir noch gemeinsam – unser Familienleben ist viel friedlicher und harmonischer geworden.< >Meine Tochter ist heute Morgen um halb sechs aufgestanden, weil sie noch an ihrem Heft arbeiten wollte. Das hat sie bislang noch nie getan.< >Mein Sohn will unbedingt einen Büchereiausweis, damit er für das Heimat- und Sachunterrichtsthema forschen kann, dabei hatte ich bisher größte Schwierigkeiten, ihn zur täglichen halben Stunde Lesen zu motivieren. Und diese Freude … ist der Motor für Anstrengungsbereitschaft, die Kinder dann auch dazu bringt, langfristig an einer Sache dranzubleiben, sich mit ihr auseinanderzusetzen und Misserfolge auszuhalten.“

Die Pädagogin Sabine Czerny hat ein viel beachtetes, gutes Buch geschrieben: „Was wir unseren Kindern in der Schule antun: … und wie wir das ändern können“, Heyne 2012, 395 S., 9,99.- €. Die Dicke des Buches sollte empfehlen, dass man gern liest. Sie bespiegelt die Schulpraxis aus vielen Blickwinkeln, was nur vordergründig wie Wiederholung aussieht. Und sie erklärt auch wissenschaftliche Grundlagen. Dass ihre Erfahrungen in Bayern spielen, macht das Buch nicht speziell – die Repressalien, die sie dort erlebt hat, vielleicht schon.