Richtig auswendig lernen mit dem Karteikartensystem

Richtig auswendig lernen mit dem Karteikartensystem

Das Karteikartensystem ist zwar schon etwas angestaubt, der Lernerfolg, der sich mit dem beliebten System erzielen lässt, gibt den Anwendern jedoch recht. Die Methode eignet sich hervorragend, um einzelne Begriffe auswendig zu lernen, die nicht notwendigerweise in Zusammenhang stehen. Beim Karteikartensystem wird der jeweilige Begriff auf die Vorderseite einer Karteikarte geschrieben, auf der Rückseite trägst du die Erklärung des Begriffs ein. In festen Zeitabständen liest du die Begriffe vor, die sich in deinem Karteikartensystem befinden und gibst die zugehörige Erklärung des Begriffs ab. Hast du den Begriff richtig erläutert, darfst du die Karteikarte ins nächste Fach legen. Hast du den Begriff falsch erklärt oder konntest ihn nicht zuordnen, wandert die Karteikarte ins erste Fach zurück, wo er später wiederholt werden muss. Begriffe von Karteikarten, die es bis ins letzte Fach geschafft haben, sollten im Langzeitgedächtnis abgespeichert sein und in der Klausur parat sein.

LernTraining Für Studenten

LernTraining für Studenten

LernTraining für Studenten kann helfen, mit den Lernanforderungen im Studium besser

Lerntraining für Studenten

zurecht zu kommen und deutliche Erfolge hervorzubringen. Wer schnell und effektiv mit den richtigen Lerntechniken und Lernstrategien umzugehen vermag, spart viel Zeit und nutzt die natürlichen Funktionen des Gehirns, um den Lernstoff optimal zu verankern.

Das LernTraining für Studenten unterscheidet sich vom LernTraining für Schüler darin, dass mehr Augenmerk auch auf die strategische Ebene und das Zeitmanagement gerichtet wird. Erst dadurch wird das LernTraining für Studenten auch wirklich effektiv und richtet sich nach den Erfordernissen, die von den Studenten erwartet werden.

Die Elemente eines professionellen LernTrainings sind eine ausführliche Anamnese der aktuellen Lerngewohnheiten und Ziele.

Dann geht das LernTraining für Studenten in die erste Runde: Mit den brennendsten Themen wird begonnen. Häufig zeigen sich auch Lernblockaden, wie Prüfungsangst oder Motivationslosigkeit, die vorerst überwunden werden sollten. Die wesentlichen Gehirnfunktionen für das Lernen werden dann vorgestellt und besprochen. Auf dieser Grundlage dann kann es weitergehen mit den ersten Lerntechniken. Parallel ist es wichtig,

schon jetzt einen Fokus auf die Eigenverantwortung und das Selbstmanagement der Studenten zu richten. So wird der Aufbau eines effektiven und nutzungsorientierten Zeitmanagements gleich von Beginn an gefördert.

Zwischen den einzelnen Terminen des LernTrainings werden die Techniken und Strategien im eigenverantwortlichen Selbstversuch ausprobiert und Fragen notiert, die dann in den Folgestunden besprochen werden. Häufig kommt es bei der Anwendung an die eigenen Lernbedürfnisse zu Schwierigkeiten, die einer professionellen oder kreativen Lösung bedürfen. All das zeichnet ein erfolgreiches LernTraining für Studenten aus.

Professionelle LernTrainings und LernCoachings für Studenten findest du hier.

Lernen lernen Seminar

Lernen-lernen-Seminar von ZENTRAL-lernen

Das Lernen lernen Seminar von ZENTRAL-lernen ist von den Inhalten her flexibel. Sie wollen in Ihrer Firma oder an Ihrer Schule einen praxisorientierten Workshop durchführen, in dem Lerntechniken und Lernstrategien im Vordergrund stehen?

Dann haben wir genau das richtige Angebot für Sie. Nach einem Baukasten-Prizip legen Sie selbst fest, welche Themen Sie interessieren und welchen zeitlichen Umfang Sie einplanen. Die Module heißen bisher:

Lernen lernen Seminar

  • Lerntypen – Wie Man Sie Optimal In Lern- Und Arbeitsprozesse Einbindet
    Erfahren Sie, wie Sie Ihre eigene Lernpräferenz für die Wissensaufnahme optimal nutzen können. (Lernen lernen Seminar I)
  • Gehirn-Gerechte Lern- Und Arbeitstechniken
    Mit modernen Lerntechniken für die moderne Arbeitswelt gerüstet sein. In einem ganztätigen Workshop erfahren Sie, wie Wissen aus den Informationsquellen optimal herausgefiltert und dann in das Langzeitgedächtnis eingespeichert werden kann. (Lernen lernen Seminar II)
  • Lesegewohnheiten Optimieren – Für Viel-Leser Und Führungskräfte
    Wer viel liest, benötigt dafür häufig viel kostbare Arbeitszeit. Mit diesen Methoden verdoppeln Sie Ihr Lesetempo – Garantiert! (Lernen lernen Seminar III)
  • Gedächtnistechniken Für Den Alltag
    Ob Einkaufszettel, Telefonnummern, To-Do-Listen… wer sich nicht nur auf Smartphone und Computer verlassen möchte, kann mit Hilfe von einfachen Techniken seine eigene Merkfähigkeit und ein Vielfaches steigern. (Lernen lernen Seminar IV)
  • Strategisches Lernen
    Für bestimmte Prüfungen und Tests werden teilweise enorme Vorbereitungen erfordert. Wie ein effektives Zeit-Lern-Management aussieht, das sich nach den eigenen Lernerfordernissen ausrichtet, erfahren Sie in diesem Seminar. (Lernen lernen Seminar V)
  • … mehr zum Lernen lernen Seminar auf zentral-lernen.de

Selbstverständlich sind diese Konzepte zu einem für Ihre Bedürfnisse passenden Lernen lernen Seminar kombinierbar.

Jedes Lernen lernen Seminar ist so aufgebaut, dass es eine schöne Balance zwischen theoretischen Inhalten und sofort umsetzbaren Übungen gibt. So kommen alle Teilnehmer schnell ins Handeln. Zu jedem Seminar werden professionelle Seminarunterlagen ausgegeben. Diese sind im vereinbarten Preis bereits enthalten.

 

LernTraining

LernTraining – was ist das?

Unter LernTraining verstehe ich das Erlernen von neuen Lerntechniken. Manchmal sind diese Lerntechniken sogar bereits bekannt – kommen aber noch nicht zur Anwendung.

LernTraining kann bei ZENTRAL-lernen auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

Einzel-LernBeratung

Lernberatung

In der Einzel-Lernberatung erfolgt das LernTraining in einem ganz persönlichen Setting – in einer 1:1 Situation. Das ist besonders hilfreich, wenn du bereits weißt oder herausfinden willst, was deine Ziele und Bedürfnisse in Sachen Lerntechniken sind. So können wir in den folgenden Sitzungen direkt mit deinem zu lernenden Lernstoff arbeiten und Lerntechniken einüben, die zu dir und deinen Zielen passen. Das Konzept der Einzel-Lernberatung ist besonders flexibel und ermöglicht LernTraining in der individuell passendsten Form. Hier profitieren Teilnehmer davon, dass sich sämtliche Inhalte nach ihnen ausrichten und sie damit selbst schnell in ihrem eigenen Lernstoff vorankommen. So ist es möglich, in MSA, Abitur und Studium in kurzer Zeit zu den Besten zu gehören und mit Sicherheit in Prüfungen und Präsentationen zu starten.

LernTraining in Gruppen

LernTraining in Gruppen

aus einem LernTraining

LernTraining in Gruppen ist ein bereits vielfach erprobtes Konzept. In 10 Stunden erlernen Teilnehmer in einer kleinen Gruppe eine Auswahl bestimmter Lerntechniken. Im Gegensatz zu Tagesseminaren werden diese aber über den Zeitraum von 10 Wochen mit nur einer Stunde pro Woche gelehrt – so können die Inhalte besser gefestigt und integriert werden. ZENTRAL-lernen bietet LernTraining in 5 Modulen an, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben.

LernTraining in Tagesseminaren

LernTraining in Seminar

LernTraining im Seminar

In Tagesseminaren können die Lerntechniken von ZENTRAL-lernen ebenfalls erlernt werden. An einem, zwei oder drei Tagen bekommen Teilnehmer die Lerntechniken von ZENTRAL-lernen präsentiert und können in der Gruppe eintrainiert werden. Die Schwerpunkte des jeweiligen Tagesseminars werden vorab besprochen. Diese Seminare sind sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext buchbar.

LernTraining auf der Online-Plattform (E-Learning)

LernTraining online

Übersicht: Online-LernTraining

Das LernTraining auf der Online-Plattform steht ab dem 01.März 2014 zur Verfügung. In Form von interaktiven Seminaren können Teilnehmer zu jeder Tages- oder Nachtzeit mit dem Training starten – auch eine räumliche Nähe ist nicht erforderlich. Insgesamt befinden sich auf der Online-Plattform mehr als 4 Stunden Video-Material, über 60 Seiten Teilnehmer-Unterlagen und mehrere Quizzes um das eigene Wissen zu überprüfen. Neben den abrufbaren Online-Lerneinheiten gebe ich alle 14 Tage ein für die Teilnehmer frei zugängliches Webinar, in dem Fragen geklärt und Inhalte persönlich nochmal erläutert werden können. So ist stets eine persönliche Betreuung gewährleistet.

 

Lernen lernen – aus der Forschung

Lernen lernen – Aus der Forschung: Welche Techniken wirklich funktionieren

“Lernen lernen” – damit hat sich nun auch das “Magazin Schule – so leben und lernen wir” in der Ausgabe Nr. 4 August/September 2013 beschäftigt. Auf insgesamt 12 Seiten berichtet das Magazin von verschiedenen Formen des Lerntrainings und stellt Techniken vor, die sich sowohl in der Praxis, als auch in der Lern- und Gehirnforschung bewährt haben.

Zum Thema “Lernen lernen” meldet sich der Neurobiologe Martin Korte zu Wort. So sagt dieser beispielsweise, dass es umso wichtiger sei, zu begreifen warum der Lernstoff wichtig sei, weil so nachhaltiger gelernt werden könne. Eine wesentliche Technik dazu wird ebenfalls vorgestellt: Bei schweren oder frustrierenden Aufgaben, die zu erledigen seien, solle man sich hinsetzen und 10 Gründe aufschreiben, warum ich genau diesen Stoff zu lernen habe und was es mir für andere Lerngebiete bringt. So sei es möglich, die Perspektive zu wechseln. Dass die Frage des “Warum” so wichtig is, wird auch im Lerntraining zum “Lernen lernen” von ZENTRAL-lernen immer berücksichtigt. Auch Lerntechniken können besser und gewinnbringender eingesetzt werden, wenn ich weiß, warum es genau so besonders gut funktioniert und was es mir bringt. Diese Technik allein verschaffe mehr Motivation für den Lernenden.

Lerntypen werden in dem Artikel teilweise kontrovers diskutiert. Zum einen wird benannt, dass die klassische Einteilung in den visuellen, auditiven und haptischen Lerntyp überholt sei – der Neurobiologe Martin Korte allerdings sagt, dass es durchaus so sei, dass über einen bestimmten Sinneskanal der Lernstoff besser aufgenommen werden könne. Jedoch lerne man am allerbesten, wenn möglichst viele Sinne angesprochen würden. Genau dieser Standpunkt ist in den Kursen von ZENTRAL-lernen ebenfalls vertreten. So ist der Lerntypen-Test sicherlich hilfreich, um zu erkennen, welcher Lerntyp ich in welchen Ausprägungen sei, jedoch sollten alle anderen Sinne auch mit in den Lernprozess eingebunden werden, um maximale Resultate zu erreichen.

Martin Korte sagt ebenfalls, dass die junge Generation anders lerne – so sei die Bedeutung von visuellen Medien in den letzten Jahres rasant angewachsen. Das “Bücher-Lernen” sei nicht mehr so gefragt, viel eher gingen junge Menschen in den “Google-Suchmodus” und denken eher darüber nach, wo sie die verlangten Informationen finden könnten, wo hingegen Menschen, die über Bücher gelernt haben, ihr eigenes Faktenwissen anzapften. Die junge Generation tue sich leichter, über Bilder und Icons zu lernen, habe aber mehr und mehr Schwierigkeiten damit, sich zu konzentrieren. Die Konzentrationszeiten seien kürzer geworden und die Ablenkbarkeit stark gestiegen.
Auch zuvor wird in dem Artikel von Lernexperten gesagt, dass ja das Lernen auch in Konkurrenz mit Smartphones, Laptop, Spielekonsolen und anderen neuen Medien stünde und somit häufig die Motivation “zu lernen” nicht so recht aufkomme.

Die Lerntipps für das Lernen lernen – hier in der Übersicht mit eigenen Kommentaren:

1) Aufpassen und mitschreiben
Im Unterricht – das sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber häufig nicht. Im Unterricht wird der Grundstein für den späteren Lernerfolg gelegt. Unbedingt sollten Schüler hier lernen, besonders aufzupassen und die wesentlichen Punkte auch mitzuschreiben. Im ersten Modul von ZENRAL-lernen ist das auch einer der Punkte, die aufzeigen, wie solche Notizen idealerweise aussehen sollten.

2) Texte richtig auswerten
Ebenfalls ein wichtiger Punkt – sich anzugewöhnen, die wichtigsten Schlüsselwörter zu markieren spart im zweiten Lesegang das Lesen von unnötigen Wörtern. Wie man sich Texte vernünftig aufbereitet, erfährst du in den Lernen-lernen-Kursen von ZENTRAL-lernen. Einer der wichtigsten Schritte beim Lernen lernen.

3) Die Ordnung des Wissens
Notizen können gehirn-gerecht sein – oder auch nicht. Wenn die erstellten Notizen nicht der Funktionsweise unseres Gehirns entsprechen, werden die Informationen deutlich schlechter aufgenommen. Im Lerntraining von ZENTRAL-lernen erfährst du, warum eine bestimmte Art von Notizen besser geeignet ist als andere und du lernst, wie du sie schnell für dich anwenden kannst.

4) Das Tempo kennen
Hier geht es um das Zeitmanagement und die Lernplanung. Wer seine Lerneinheiten sinnvoll und gehirn-gerecht plant, wird mit Sicherheit bessere Erfolge verzeichnen können. Um Lerneinheiten richtig gut zu planen, sollte ich allerdings auch wissen, wie viele Wiederholungen ich mit einer bestimmten Lerntechnik brauch, um auf das Wissen umfassend zugreifen zu können. Wenn du das lernen möchtest, kannst du dich zu einem LernCoaching anmelden.

5) Wer plant, lernt besser
Die Lernzeiten sollten in einen festen Tagesrhythmus eingetaktet werden. Mit diesem Punkt gehe ich nicht ganz konform. Schließlich sollte sich der Lernplan an mein Leben anpassen. Eine gute Vorlage für eine ideale Lernplanung kannst du demnächst auf ZENTRAL-lernen.de finden. Hier kannst du dann Tagesweise für dich deine passenden Lerneinheiten eintragen.

6) Tricks fürs Gedächtnis
Da gibt es eine ganze Menge von Techniken – und allesamt sind sie sinnvoll um das Lernen lernen zu bereichern. Die Vielzahl von Techniken kann einen Anfänger jedoch schnell überfordern. Zudem gibt es Techniken, die vorab gelernt werden sollten, damit andere Lerntechniken dann leichter funktionieren. In einem LernCoaching sind die Techniken schnell erklärt und du kannst sie noch schneller anwenden. Was würdest du sagen, wenn du 10 neue Begriffe in weniger als einer Minuten lernen könntest? In der richtigen Reihenfolge!

7) Ruhe und Raum – der ideale Lern-Rahmen
Die Lernraum-Gestaltung sollte hell, freundlich und entspannend sein. Handy, Computer, Fernseher und alle anderen Quellen, die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen könnten, sollten aus dem Lernraum zumindest für die Zeitdauer des Lernens verbannt werden. Auch ist es durchaus sinnvoll, nach einer Lerneinheit vorerst nicht fernzusehen, facebook aufzusuchen oder sich anderweitig mit Elektronik zu berauschen. Das verhindert nämlich den Transfer von Lerninhalten in das Mittel- bzw. Langzeitgedächtnis. Auf ZENTRAL-lernen.de findest du Tipps, die ein nachhaltiges Lernen fördern können.

8) Motivation
Ohne Motivation geht nichts. Von daher könnte es besonders wichtig sein, wenn du deine Lerntechniken nach dem Konzept von ZENTRAL-lernen begleiten lässt. Dein LernCoach kann dir stets weiterhelfen, wenn es mal eng wird mit der Motivation, du nicht so recht weißt, warum du dich grad nicht aufraffen kannst oder falls andere Ereignisse deine Lernleistungen blockieren. Mentale Unterstützung kann dir langfristig helfen, maximale Motivation aufzubauen und zu erhalten.

 

Faule Jungen – fleißige Jungen… eine Stellungnahme

Fleißge Jungen, faule Jungen?

Mit der Fragestellung ob es nun fleißige Jungen und faule Jungen gäbe -unter dieser Überschrift veröffentlichte der Berliner Tagesspiegel am 4.4.2013 den Beitrag eines Mitarbeiters am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Aus mehreren Gründen möchte ich dessen Ansichten nicht nachzeichnen, sondern zum Anlass für eigene Reflektionen nehmen.

2009 hat das Familienministerium der schwarzgelben Bundesregierung ein “Jungenreferat” eingerichtet. Da dieses Ministerium häufig durch populistischen Aktionismus in die Nachrichten drängt, ist es nicht besonders aufgefallen, dass der Referatsgründung in der Praxis bis heute kaum etwas nachfolgte.

Pädagogische Institutionen hatten längst festgestellt, dass unser Bildungssystem Jungen benachteiligt, was Förderung als Konsequenz nahelegt. Mehrere Studien belegen, dass Mädchen im Schnitt in der Schule disziplinierter, fleißiger und motivierter sind. Sie haben eine höhere Lern- und Leistungsbereitschaft, verbringen mehr Zeit mit Hausaufgaben, arbeiten mehr als verlangt wird, sind besser auf den Unterricht vorbereitet. (Jungen “glänzen” hingegen mehr bei der Arbeitsvermeidung und beim Zuspätkommen zum Unterricht, finden sich stärker an Förder- und Hauptschulen.)

Aber die Zusammenhänge dazu sind vielschichtig und durchaus nicht auf Deutschland beschränkt:

  • Die Elternerziehung spielt vor allem dann eine Rolle, wenn sie geschlechterspezifische Klischees und damit eine verzerrte Selbstsicht befördert (Bsp.: Überlegenheit, Entscheidungsdominanz – es ist nachgewiesen, dass viele Eltern >beide Teile!< Jungen für intelligenter halten als Mädchen und sie danach behandeln)

Wird einem Kind nämlich suggeriert, dass seine Leistungen auf “natürliche Begabung” zurückzuführen sind, strengt es sich in der Folge weniger an (betrifft viele Jungen). Wird dem Kind hingegen suggeriert, dass seine Leistung auf konsequentes Lernen zurückzuführen ist, wird es bereitwilliger und motivierter lernen (betrifft viele Mädchen).

Manche Jungen sehen aus ihrer Sozialisation heraus Lernanstrengung als Beweis für das Fehlen natürlicher Begabung, die sie gern für sich in Anspruch nehmen. Fleiß gilt ja als eine Sache für Mädchen. So strengen sich Mädchen also im Schnitt stärker an als Jungen – und erzielen damit bessere Erfolge. Und die Jungen stehen sich mit ihrer Selbstgefälligkeit für bessere Lernerfolge selbst im Wege.

Sind das denn wirklich faule Jungen? Nein! Aber richtige Förderung muss her!

Hier genau setzt das Konzept von Zentral-lernen im Hintergrund an. Dadurch dass die Kinder erleben, dass man durch gezieltes “Lernen lernen” danach leichter, besser und erfolgreicher lernt, steigen Motivation und Erfolg. In dem beschriebenen Rollenbild profitieren die Mädchen, weil das neue Lernen viel weniger Mühe bedeutet und besser funktioniert – die Jungen empfinden sich weniger mühen zu müssen als Erleichterung und gehen motivierter mit.

  • Der Mythos, dass Mädchen Mathe und Naturwissenschaften “schlechter können”, ist einfach falsch

Mädchen sind nämlich in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern ähnlich gut wie Jungen, mögen sie aber weniger und studieren sie seltener. Hier “hilft” den Jungen ggf. Ihr Selbstbild: sie vertrauen darauf, Aufgaben bewältigen zu können, auch wenn sie ihnen Schwierigkeiten bereiten (Pisa-Gender-Studie 2009).

  • Jungen müssen mehr Leistung bringen, um die gleichen guten Noten oder eine Gymnasialempfehlung zu bekommen (fleißige Jungen?)

Diese Erkenntnis ist schon lange und breit belegt, aber ihre Ursachen sind nicht eindeutig erklärt. Dass eine “Feminisierung” der Erziehung von Jungen der alles erklärende Grund ist, wird so rigide nur von wenigen behauptet. Allerdings ist zu beachten:

a – Gerade bei Alleinerziehenden fehlt für Jungen oft der “Vater” bzw. ein männliches Pendant als Identifikation und positives Rollenbild.

b – Die öffentlichen Erziehung, da sind sich Bildungsforscher und Praktiker einig, ist in Deutschland weiblich geprägt, insbesondere bei der frühkindlichen Erziehung in Kitas mangelt es meist an einem positiven Gegenüber gleichen Geschlechts.

c – Hirnforschung und die Erkenntnisse zur kindlichen Entwicklung belegen, dass der Grundschulalltag besondere Erschwernisse für die “Natur” von Jungen bedeutet.

d – Auch wird allgemein nicht in Abrede gestellt, dass eine wachsende Zahl von Lehrerinnen eine Ausrichtung des Unterrichts an Eigenschaften und Bedürfnissen von Mädchen vollzieht.

e – Niemand wird bestreiten, dass Jungen “schwieriger zu führen” sind als Mädchen (manche Eltern atmen sogar dankbar auf, wenn Fachleute stark pubertierenden Jungen eine Wahrnehmungseinschränkung der Realität bis hin zu momentaner Unzurechnungsfähigkeit bescheinigen). Für eine Lehrkraft wiederum bedeuten “schwierige Kandidaten”, “Störer” und “freche Jungen” eine Arbeitserschwernis, die die Sympathiewerte senkt, den Umgang miteinander angespannter gestaltet. Gerade “schlechtes Benehmen” können Jungen bisweilen gut.

Keine noch so gute pädagogische Ausbildung kann so etwas ausgleichen. Erfahrungen zeigen, dass “Förderung” bei Jungen wirksam wird durch ein entspanntes partnerschaftliches Verhältnis und intensiveren Unterricht in Mathematik und Naturwissenschaften. Grundlegender Wandel zu beidem ist in unserem Bildungssystem nicht realistisch zu erwarten.

  • Ausschluss durch “bildungsferne Herkunft”?

Lassen Sie mich mit einer Bemerkung zu allgemeinen Bildungschancen abschließen. Zu oft fallen da nahezu stammtischhaft Begriffe wie “Migrantenfamilien” oder “bildungsferne Familien” – und jeder denkt sich dazu, was er will.

Niemand kann oder will bestreiten, dass ein Familienumfeld mit prekären finanziellen Verhältnissen, geringer Eltern-Bildung, geringen Deutschkenntnissen, Lebensregeln aus einem anderen kulturellen Hintergrund usw. KEINE guten Voraussetzungen sind für einen guten Bildungserfolg der Kinder in Deutschland.

Aber auch vor solchen Hintergründen gibt es selbstbewusste, aufstiegswillige und lernfähige Jugendliche und deren Unterstützung durch die Eltern. Im weltweiten Vergleich hat die OECD festgestellt, dass ein Drittel der sozial benachteiligten Jugendlichen genug Selbstbewusstsein und Willensstärke besitzt, um sich nicht unterkriegen zu lassen. In vielen Ländern beträgt der Anteil ca. 35%, im OECD-Durchschnitt 31%. In Deutschland dagegen sind laut OECD etwa 22 Prozent der Risikoschüler dieser Gruppe willensstarker Jugendlicher zuzurechnen.

22% – das ist jedes 4. oder 5. aus den Kindern mit ungünstigen Voraussetzungen für guten Bildungserfolg !

 22% der Kinder sind aus sich heraus gut motiviert. Da verbietet es sich doch, abfällige Bemerkungen zu machen.

Diese Kinder brauchen vielleicht nur noch motivierende Anstöße, um erfolgreiche Selbstläufer im Bildungssystem zu werden. Zugegeben: Für den Rest ist eine bessere Bildungs- und Sozialpolitik in unserem Land gefordert.

 Zentral-lernenist ein fachlich geeignetes Werkzeug für gute Lernerfolge. Die Techniken finden Eingang in LernCoachings und in Lerntherapien nach § 35a SGB VIII, auf die ein Rechtsanspruch besteht, wenn ein Kind Teilleistungsstörungen im Bereich Lesen, Schreiben (Lese-Rechtschreib-Störung/Legasthenie) oder in erheblichem Maße Rechnen (Dyskalkulie) offenbart.

Schach und Lernen – Im Bereich Mathematik noch unterschätzt!

Schach und Lernen – was hat das miteinander zu tun ?

„Spaß“, werden vielleicht die Schachspieler jetzt innerlich ausrufen – aber darum geht es (jetzt) nicht (nur). Unser Thema ist ja das Lernen mit all seinen Facetten. Glauben Sie’s oder nicht – das Schachspielen hat auch mit dem Lernen zu tun. Wie?

 Ich fange mal „von oben an“:

- Die Tatsache, dass Schach in fast 30 Ländern der Welt als ein grundsätzlich erforderlicher Lernplaninhalt von Schulen gesehen wird, dürfte Sie (wie mich) überraschen.

- Tatsächlich gibt es Schulversuche in mehreren Ländern, aber NICHT EIN EINZIGES Ergebnis, das dem Schachspiel KEINE positiven Wirkungen auf den Entwicklungsprozess von Kindern bescheinigt, stattdessen

  • Doppelt so große Fortschritte bei Dritt- bis Fünftklässlern in Mathematik und Lesen

  • Erhöhte Fähigkeiten zum Verständnis und zur Lösung mathematischer Fragestellungen

  • Verbesserungen bei räumlichem Vorstellungsvermögen, Zahlenverständnis und im sprachlichen Bereich

  • Positive Effekte auf Motivation und schulische Leistungen im Allgemeinen

  • Ein Anreiz im Grundschulalter zur Beschleunigung eines IQ-Zuwachses

  • Besseres Erfassen komplexer Zusammenhänge, in Mathematik und Naturwissenschaften

Auch in Deutschland gibt es einen wissenschaftlich ausgewerteten Schulversuch („Trierer Studie“, 1 Stunde pro Woche statt Mathematik), der zu folgenden Erkenntnissen kommt:

  • Schach steigert die Wahrnehmungsfähigkeit

  • Schach steigert die Konzentrationsfähigkeit

  • Vor allem lernschwache Schüler profitieren vom Schach

  • Vor allem Erst- und Zweitklässler verbessern ihre Denkleistungen

  • Dritt- und Viertklässler machen Fortschritte im psychosozialen Bereich (Verhalten untereinander, Selbstbewusstsein)

In Berlin gibt es erste, einzelne Schulinitiativen, das Schachspiel in den Schulen zu lernen und auszuüben. Dass Schach und Lernen zusammenpassen, wird immer mehr untermauert. Wenn also Schach eine Ergänzung für den Mathematikunterricht bietet, so sollte auch das Lernen lernen letztlich vom Schachspielen profitieren können.

„Soll mein Kind nun auch noch Schach spielen ?“

Nein, Ihr Kind soll nicht – aber vielleicht „will“ es ja oder interessiert sich schon dafür?

In dem Fall habe ich mich entschlossen, in oder durch meine Praxis Möglichkeiten dafür anzubieten, was ich auch nur deshalb kann, weil ich einen begeisterten Schachlehrer kennen gelernt habe, der das Schachspiel ohne finanzielle Interessen lehrt.

Sollten sich also Interessenten melden, dann werden wir Lehr- und Übungstermine schaffen, wo Spielbretter vorhanden sind. Nehmen Sie ohne Scheu Kontakt auf!

Finden Sie nicht auch? : Schach spielen zu können ist eine der kulturvollsten, nettesten und sozialverträglichsten Fähigkeiten für das ganze Leben. – Schach geht „immer“ und „überall“. Und: Schach und Lernen… das passt zusammen.

Lerntyp – wie man besser lernt

Lerntypen – welche gibt es und wie findet man seinen eigene heraus?

Welcher Lerntyp bin ich? Diese Frage wird immer häufig gestellt. Wie kann ich meinen eigenen Lerntyp herausfinden und wenn ich das weiß, welche Möglichkeiten bieten sich dann für mich?

Bei Lerntypen unterscheidet man vorrangig in den visuellen, den auditiven und den motorischen Lerntyp.

Um den eigenen Lerntyp zu ermitteln habe ich einen eigenen Lerntypentest auf der Seite von ZENTRAL-lernen zur Verfügung gestellt. Mit der Beantwortung einiger Fragen zu bestimmten Ansätzen kann überschlägig der eigene Lerntyp bestimmt werden.

Visuelle Lerntypen

Kennzeichen des visuellen Lerntyps sind das schnelle Einprägen von Bildern und Diagrammen, die Fähigkeit mit Lesestoff verständnissicher und souverän umzugehen, sich den eigenen Lernstoff bildlich aufzubereiten.
Der Einsatz von Textmarkern ist für den visuellen Lerntyp besonders hilfreich, da dann optisch wichtige Dinge hervorgehoben werden können.
In Lerntrainings kann für den visuellen Lerntyp besonders wichtig sein:
- wie mache ich mir Notizen, dass sie auch optisch ansprechend und einprägsam sind
- welche Lernmaterialien sich besonders gut eigenen
- wie trenne ich Wichtiges von Unwichtigem (optisch und inhaltlich)
- wie kann ich meine Lerneinheiten optimal planen
- welche Gedächtnistechniken können mir weiterhelfen
- Visualisierungsübungen für lerntypengerechtes Lernen

Auditive Lerntypen

Der auditive Lerntyp kann sich Inhaltebesonders gut im Dialog oder über das Hören allgemein erschließen. Außerdem ist Arbeitsweise des auditiven Lerntyps ser sequentiell, d.h. er erledigt seine Aufgaben Schritt für Schritt. Reihenfolge ist hier besonders wichtig. Entsprechend sollten Lerneinheiten auch besonders gut durchgeplant werden.
In Lerntrainings kann der auditive Lerntyp erfahren,
- welche Lernstrategie besonders gut auch für das Sprechen wirkt
- wie Lerneinheiten optimal geplant werden können
- wie sich Lerntechniken so anpassen lassen, dass auch die auditive Komponente berücksichtigt wird
- welches Wiederholungsschema dafür sorgt, dass Inhalte langfristig abgespeichert werden können

Motorische Lerntypen

Der motorische Lerntyp kann sich Lerninhalte besonders gut einprägen, indem er Dinge im wahrsten Sinne des Wortes begreifen kann. Auch können nachgespielte Handlungen sinnvoll sein.
In Lerntrainings erfahren motorische Lerntypen,
- welche Möglichkeiten es gibt, beim Lernen motorisch tätig zu werden
- was das Begreifen erleichtert
- welche Hilfsmittel besonders hilfreich sind

Was neben der Berücksichtigung des Lerntyps noch wichtig ist

Um den eigenen Lernstil zu entwickeln, ist es unabdingbar, dass der eigene Lerntyp dabei berücksichtigt wird. Die Lerntypen sind häufig jedoch auch nicht ganz eindeutig, so dass es viele Mischformen gibt und nicht nur eine Ausprägung berücksichtigt wird. Da unser Gehirn grundsätzlich Informationen sinnesspezifisch (also unter der Verwendung aller unserer zur Verfügung stehenden Sinne) abspeichert, sollte ohnehin nicht nur auf einem einzigen Sinneskanal isoliert gearbeitet werden. Vielmehr ist es (im wahrsten Sinne) sinnvoll, eine Kombination der Sinne zu nutzen, um maximale Ergebnisse zu erzielen.
Das berücksichtigt auch eher die Benutzung beider Gehirnhälften. Denn häufig ist durch Art und Umfang unserer Aktivitäten eine Gehirnhälfte dominant. Wird die andere Gehirnhälfte nicht genutzt, so verschwenden wir dieses Potenzial und bleiben hinter unseren Möglichkeiten zurück. Neben den Lerntypen sollte also auch noch berücksichtigt werden, möglichst Sinn-voll zu arbeiten, sondern auch die Funktionen beider Gehirnhälften zu nutzen. Zur Aktivierung beider Gehirnhälften gibt es aus der Kinesiologie viele hilfreiche Techniken. Die einfachsten Techniken sind Überkreuz-Bewegungen. Werden diese für einige Minuten ausgeführt, sind linke und rechte Gehirnhälfte gleichermaßen aktiv und können besser für das Lernen genutzt werden.

Das Lernen lernen ist also weitaus vielschichtiger, als man erst denkt. Auf Grundlage der aktuellen Lern- und Gehirnforschung kommen jedoch immer wieder neue Aspekte auf, die es für ein effizientes Lernen braucht. Mit der richtigen Strategie und einigen Lerntechniken sollte dem Erfolg in der Schule jedoch schon bald nichts mehr im Wege stehen.