Lernplanung – Wie es geht

Lernplanung

In der Lernplanung gibt es im Grunde genommen drei Phasen:

  1. Die Entschluss-Phase / Motivations-Phase
  2. Die Informations-Aufbereitung
  3. Die Wiederholung

Warum genau gibt es diese drei Phasen? Bevor ich mir nicht im Klaren darüber bin, was ich mit dem Lernen bezwecken möchte, werde ich kaum eine Motivation aufbauen können. Zumindest keine intrinsische Motivation.

Intrinsische Motivation ist für einen erfolgreichen Lernprozess unglaublich wichtig. Intrinsische Motivation entsteht in mir selbst, ich entwickle sie in mir und verfolge damit meine eigenen Zwecke. Diese Motivation ist die wünschenswerteste Motivation, denn sie bietet den Nährboden für nachhaltige Lernerfolge. Aus einer inneren Begeisterung und einem inneren Interesse an den Inhalten meines Lernstoffes werde ich dieses Interesse versuchen, auch weiterhin befriedigen zu wollen.

Extrinsische Motivation sind kurzfristig vielleicht förderliche Maßnahmen, jedoch entsteht keine innere Begeisterung, kein inneres Interesse an der Sache an sich, sondern nur eine “Leistung” für das erwünschte Ziel. Extrinsische Faktoren wären als Anreize, die erfolgen, wenn ein bestimmtes Lernergebnis (meistens eine Note) erreicht wird. Ist das Ziel realistisch, wird sich der zu motivierende Mensch auch bemühen, um die Belohnung zu erhalten. Langfristig sollte aber darauf geachtet werden, dass die intrinsische Motivation gefördert wird. Sonst werden Leistungen und Ergebnisse immer nur in Hinblick auf eine externe Leistung erbracht.

Die entscheidende Frage für die erste Phase ist, was ich mit dem Lernen bezwecken möchte. Was habe ich davon, wenn ich das lerne? Wozu wird es mich befähigen? Was werde ich dadurch erreichen? Was werde ich dadurch längerfristig erreichen?
Jetzt sollte ich mir auch schon meinen (Zeit)Plan zurecht legen, damit ich den anfallenden Aufwand abschätzen kann und diesen dann über die Zeit verteile.

In der zweiten Phase der Lernplanung geht es um eine Informations-Aufbereitung. Dazu verschaffe ich mir zu Beginn einen Überblick über alles, was ich wirklich zu lernen habe. Nachdem ich das gesichtet habe, schreibe ich mir einen kleinen Ablauf-Plan. Und diesen arbeite ich dann Schritt für Schritt ab. Dazu lese ich einen Abschnitt und mache mir dazu Notizen. Diese Notizen sollten idealerweise bereits gehirn-gerecht gestaltet werden und vom Umfang her nur die wirklich wichtigen Details enthalten. In meinem ZENTRAL-lernen-System verwende ich einen Technik, die ich die Spickzettel-Methode verwende. Merke dir, dass nur etwa 7-15% der Wörter tatsächlich Inhalt transportieren. Und genau diese entscheidenden Wörter möchte ich auf Papier festhalten. Ebenfalls sollte ich jetzt als Methode für Notizen Lern- und Denktechniken verwenden, die den natürlichen Funktionen des Gehirn entsprechen. Wie soetwas geht, erfährst du in meinen Lernberatungen oder auch im e-learning-Kurs “Schneller lernen – mit effektiven Lerntechniken”. Die Aufbereitungsphase sollte also in 3 Schritte eingeteilt werden:

  • Überblick gewinnen
  • gezieltes Lesen
  • Notizen machen

Die dritte Phase der Lernplanung ist dann das möglichst gehirn-gerechte Wiederholen, das eigentliche Lernen. In dieser Phase wird dem Gehirn deutlich gemacht, dass diese Informationen wichtig und merkenswert sind. Das hat auch eine evolutionäre Bedeutung. In den Tagen der frühen Menschheit war nicht jede Information auf Dauer wichtig. Sehr wohl wichtig aber waren Besonderheiten, beispielsweise Nahrungsquellen, die auch im Winter zugänglich waren. Diese wurden dann auch auf Grund ihrer Besonderheit gemerkt. Andere Informationen aber galten nur dann als besonders wichtig, wenn sie immer wiederkehrend gezeigt wurden. Etwas, das immer wieder auftauchte gewann mit jedem Male an Bedeutung (Beispiel: Jeden Sommer trug das Getreide Korn und sicherte so zu dieser Zeit die Versorgung mit Nahrungsmitteln.).

Wie viele Wiederholungen werden in der guten Lernplanung benötigt?

Darin liegt natürlich eine gewisse Gratwanderung: wiederhole ich zu wenig, besteht die Gefahr, dass ich den Lernstoff noch nicht umfassend genug verstanden habe. Mache ich allerdings zu viele Wiederholungen, dann verschwende ich damit meine Zeit, die ich dann auch sinnvoller zum Einsatz bringen könnte.
Für eine Anzahl von Wiederholungen kann man auch nur sagen, dass das von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Jemandem, der neuronal schnell ist, wird im Volksmund eine schnelle Auffassungsgabe nachgesagt. Diese äußert sich dann darin, dass dieser Mensch nur sehr wenig Wiederholungen braucht. Umgekehrt braucht ein neuronal langsamer Mensch weit mehr Wiederholungen.

Wie bekomme ich nun meine für mich passende Anzahl an Wiederholungen heraus?

Um diese Wiederholungsanzahl herauszubekommen und als Richtwert für meine künftige Lernplanung zu verwenden, ist es unerlässlich, dass ich darüber Notiz führe. Und ich brauche natürlich Lerntechniken, die mir Aufschluss darüber liefern, wie gut ich meinen Lernstoff bereits beherrsche. (Welche Lerntechniken dafür in Frage kommen, erfährst du in meinem e-learning-Kurs.) Habe ich dann perfekten Zugriff auf mein gefordertes Wissen, kann ich die Anzahl der Wiederholungen als Grundlage und Richtwert für meine nächste Lernplanung verwenden. Etwas Abweichung muss ich natürlich mit zugestehen, diese sollte aber nicht allzuweit von meiner dokumentierten Erfahrung entfernt liegen.

Fassen wir zusammen:

Die Lernplanung enthält 3 wichtige Phasen:

Die Entschluss-/Motivationsphase, in der ich mich fragen sollte, warum und wozu ich das Ganze lernen sollte.
(Zeitmäßig nimmt diese Phase etwa 10-20% der gesamten Lernzeit ein.)

Die Aufbereitungsphase, in der ich mir zu Beginn einen Überblick verschaffe, mich frage, was wichtig ist und anhand dieser Wichtigkeit dann beim Lesen des Lernstoffs gleich gehirn-gerechte Notizen anfertige, die dann nur noch die pure Information enthält.
(Diese Phase wird etwa 50 % der Lernzeit beanspruchen.)

Der finale Schritt in der Lernplanung ist dann das eigentliche Lernen und Wiederholen des der eigenen Notizen. Hier muss ich solange weitermachen, bis mein Gehirn verstanden hat, dass es sich um eine wichtige und merkenswerte Information handelt.
Wichtig ist für die finale Phase der Lernplanung vor allem, dass ca. 30-40% der Zeit hierfür aufgewandt und eingeplant werden. Diese Zeit sollte auch nach Möglichkeit über 4 – 20 Tage erstreckt werden. Je mehr Tage ich Zeit habe, umso kürzer kann ich meine Lerneinheiten durchführen.

In meinem neuen e-Book “10 Schritte für deinen maximalen Lernerfolg” erfährst du Schritt für Schritt, wie du diese 3 Phasen konkret in der Praxis einsetzen und direkt mit deinem Lernstoff umsetzen kannst.

Lernplanung

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