10 Fehler, die du beim Lernen unbedingt vermeiden solltest (Part 2 – Zeitverschwendung)

Fehler Nr. 2: Zeitverschwendung

Immer wieder bin ich in meinen Lernberatungen überrascht, wie viele Schüler und Studenten „lernen“, indem sie einfach in Büchern lesen. Dann wird der Text mehrfach intensiv durchgearbeitet und ein ums andere Mal vom ersten bis zum letzten Wort gelesen. Zeitverschwendung oder gute Strategie?

Dabei haben Studien längst gezeigt, dass nur etwa 7-15% der Worte in Fachbüchern den tatsächlichen Inhalt transportieren. Durch das Lesen von 100% der Wörter, lese ich 85-93%, die für mich völlig belanglos sind. Und das kostet selbstverständlich Zeit. Zeit, die ich für wirklich effektives Lernen (von weiteren Inhalten z.B.) einsetzen könnte. Weitere Zeitverschwendungen sind möglich, wenn ich mir vorher nicht genau überlege, was ich tatsächlich lernen MUSS. Das Weglassen von ganzen Kapiteln oder Abschnitten ist die definitiv umfassendste Art, die Lernzeit kurz und knapp zu gestalten und Zeitverschwendung vorzubeugen.

Zeitverschwendung

Mit den eigenen Notizen verhält es sich übrigens ähnlich wie mit dem Fachbuch. Sätze aufzuschreiben sorgt zwar für semantisch und stilistisch wohlgeformte Schriftstücke – aber als Grundlage für das Lernen sind sie nicht ideal. Wie du die Zeit- und Ressourcenverschwendung so gering wie möglich hältst, erfährst du durch die Spickzettel-Methode und das Anfertigen gehirn-gerechter Notizen.

Ein weiterer gigantischer Zeit-Killer, und damit absolute Zeitverschwendung, ist, sich nicht zu überlegen, welche Inhalte für mein Lernziel nicht von Bedeutung sind. Einfach alles zu lernen, kann nicht die Lösung sein. Dann verzettele ich mich viel zu sehr im Detail. Das Große-Ganze ist manchmal mehr…

Der größte Zeit-Vorteil beim Lernen liegt eindeutig darin, all das wegzulassen, was ich NICHT lernen muss. Sowohl die Füllworte beim Lesen und in meinen Notizen als auch ganze Abschnitte, die für mich und mein Lernziel nicht relevant sind.

In meinem ZENTRAL-lernen-System habe ich eine Methode entwickelt, die es erlaubt, die unwichtigen Füllwörter weg zu lassen – und das, ohne dass der Informationsgehalt darunter leidet.

 

10 Fehler, die du vermeiden solltest (Part 1 – Prokrastination)

Fehler Nr. 1: Prokrastination

Das Lernen „auf den letzten Drücker“ ist Volkssport – und dennoch einer der größten Lernerfolgs-Verhinderer. Im Fachjargon heißt das Ganze Prokrastination. Wenn erst kurz vor der Klausur mit dem Lernen begonnen wird, mag es zwar sein, dass ich mit meinem „Vollstopfen“ die Inhalte kurzfristig in meinen Kopf hineinbekomme – jedoch sind sie danach leider fast ebenso schnell wieder vergessen. Gerade im Studium aber zählt das Langzeit-Fachwissen. Was nutzen der Arbeitswelt später Studenten, die zwar tolle Noten (wenn überhaupt) geschrieben haben, aber die Inhalte nicht beherrschen?

Bulimie-Lernen kann nicht die Lösung sein – auch nicht bei Prokrastination -  und um diesem Problem rechtzeitig zu begegnen, solltest du immer mit einer strategischen Planung beginnen.

ProkrastinationDein Ausweg:

Lege dir fest, wie viele Lerneinheiten du brauchen wirst und dann fange rechtzeitig an. So bist du auch gewappnet, wenn doch noch einmal etwas dazwischenkommt (Geburtstage, eine Präsentation…). Rechtzeitig anfangen = Prokrastination vermeiden!

Übrigens: Unter http://www.zentral-lernen.de/lerntypen-test.php findest du zusätzlich zu deinen Lerntypen auch deine Ausprägung für die Aufschieberitis, die ja die Prokrastination durchaus begünstigt.

Lernen lernen Seminar

Lernen-lernen-Seminar von ZENTRAL-lernen

Das Lernen lernen Seminar von ZENTRAL-lernen ist von den Inhalten her flexibel. Sie wollen in Ihrer Firma oder an Ihrer Schule einen praxisorientierten Workshop durchführen, in dem Lerntechniken und Lernstrategien im Vordergrund stehen?

Dann haben wir genau das richtige Angebot für Sie. Nach einem Baukasten-Prizip legen Sie selbst fest, welche Themen Sie interessieren und welchen zeitlichen Umfang Sie einplanen. Die Module heißen bisher:

Lernen lernen Seminar

  • Lerntypen – Wie Man Sie Optimal In Lern- Und Arbeitsprozesse Einbindet
    Erfahren Sie, wie Sie Ihre eigene Lernpräferenz für die Wissensaufnahme optimal nutzen können. (Lernen lernen Seminar I)
  • Gehirn-Gerechte Lern- Und Arbeitstechniken
    Mit modernen Lerntechniken für die moderne Arbeitswelt gerüstet sein. In einem ganztätigen Workshop erfahren Sie, wie Wissen aus den Informationsquellen optimal herausgefiltert und dann in das Langzeitgedächtnis eingespeichert werden kann. (Lernen lernen Seminar II)
  • Lesegewohnheiten Optimieren – Für Viel-Leser Und Führungskräfte
    Wer viel liest, benötigt dafür häufig viel kostbare Arbeitszeit. Mit diesen Methoden verdoppeln Sie Ihr Lesetempo – Garantiert! (Lernen lernen Seminar III)
  • Gedächtnistechniken Für Den Alltag
    Ob Einkaufszettel, Telefonnummern, To-Do-Listen… wer sich nicht nur auf Smartphone und Computer verlassen möchte, kann mit Hilfe von einfachen Techniken seine eigene Merkfähigkeit und ein Vielfaches steigern. (Lernen lernen Seminar IV)
  • Strategisches Lernen
    Für bestimmte Prüfungen und Tests werden teilweise enorme Vorbereitungen erfordert. Wie ein effektives Zeit-Lern-Management aussieht, das sich nach den eigenen Lernerfordernissen ausrichtet, erfahren Sie in diesem Seminar. (Lernen lernen Seminar V)
  • … mehr zum Lernen lernen Seminar auf zentral-lernen.de

Selbstverständlich sind diese Konzepte zu einem für Ihre Bedürfnisse passenden Lernen lernen Seminar kombinierbar.

Jedes Lernen lernen Seminar ist so aufgebaut, dass es eine schöne Balance zwischen theoretischen Inhalten und sofort umsetzbaren Übungen gibt. So kommen alle Teilnehmer schnell ins Handeln. Zu jedem Seminar werden professionelle Seminarunterlagen ausgegeben. Diese sind im vereinbarten Preis bereits enthalten.

 

Bildungspolitik in Berlin

Bildungspolitik in Berlin – eine Stellungnahme

Für die nachfolgenden Anmerkungen zur Berliner Bildungssituation nehme ich mal folgende Kolumne über die Bildungspolitik in Berlin als Ausgangspunkt:

Harald Martenstein, “Berliner Niveaulimbo”,in: Der Tagesspiegel, 11.5.2014

“Der Tagesspiegel hat in der vergangenen Woche gemeldet, dass an den Berliner Schulen die Leistungsanforderungen ein weiteres Mal gesenkt werden. In der Vergangenheit gab es in Berlin nämlich, verglichen mit anderen Bundesländern, hohe Durchfallquoten bei den Abschlussprüfungen. Um das Problem zu lösen, haben sie durch einige Verwaltungsmaßnahmen das Durchfallen nahezu unmöglich gemacht. Eine „5“ in Mathematik können die Schüler beim mittleren Abschluss zum Beispiel mit einer „3“ in Deutsch ausgleichen früher war eine „2“ notwendig. Um zu erreichen, dass wirklich jeder Schüler im Fach Deutsch eine „3“ erreichen kann, wurde der schriftliche Anteil der Prüfung, also Diktate, Aufsätze und dergleichen, auf nahezu null zurückgefahren. Es genügt offenbar, einige Worte sprechen zu können. Vielleicht wird daraus eine Art Sport unter den besonders ehrgeizigen Schülern – wer schafft es, sogar in Berlin durch die Prüfung zu fallen?

Es wäre ein Kinderspiel, die Probleme des Berliner Flughafens auf ähnliche Weise zu lösen. Man müsste einfach nur die Sicherheitsanforderungen senken, etwa beim Brandschutz. Man müsste per Dekret anordnen, dass nicht funktionierende Laufbänder

und nicht schließende Türen bei einem Flughafen akzeptabel sind – und schon morgen, schwupps, startet der erste Jet Richtung Mallorca. Fly the Wowereit Style! Man wird es natürlich nicht tun, erstens wegen internationaler Rechtsvorschriften. Zweitens, weil jedem sofort klar ist, dass so etwas zu einer Katastrophe führt.

Bei den Schülern führt es aber ebenfalls zu einer Katastrophe, nur nicht zu einer so spektakulären wie einem Flugzeugabsturz. Schüler, die nicht lernen mussten, sich anzustrengen. Schüler, die fast nichts wissen. Schüler, denen niemand die Chance gegeben hat, an Misserfolgen zu wachsen. Schüler, die nach vielen vergeudeten Jahren ein Zeugnis in der Hand halten, das wertlos ist.

Kein Unternehmen wird das Zeugnis ernst nehmen. Wer eine Stelle will, muss erst mal eine Prüfung absolvieren, diesmal eine echte, keine Berliner Pseudoprüfung. Das hat der Schüler aber nicht gelernt. Hinter der Schulreform steckt nicht Menschenfreundlichkeit. Es stecken Gleichgültigkeit und Skrupellosigkeit dahinter. Hauptsache, unsere Statistik stimmt, 98 Prozent erfolgreiche Prüfungen.

Was aus den jungen Leuten hinterher wird, ist doch nicht unser Problem. Man könnte die Unternehmen natürlich dazu verpflichten, Berliner Schulabgänger einzustellen, egal, ob die schreiben können oder nicht. Dies wäre der logische nächste Schritt. Für eine noch bessere Idee halte ich es, die Schulen zu schließen und das gesparte Geld gleich, ohne Umwege, in die Sozialhilfe fließen zu lassen.”

Bildungspolitik

c) by CreaPro

Einige Leser werden jetzt meinen, mit diesem Bezug würden Polemik oder Unsachlichkeit geadelt. Tatsache ist vielmehr, dass H. Martenstein ein scharfsinniger Beobachter der Berliner Realität ist und eine erfahrene und mittlerweile desillusionierte Journalistengeneration repräsentiert.

In der Tat ist es frappant, dass sich unsere Gesellschaft, im Besonderen die Berliner (Wählerschaft), nun schon seit Jahren eine hanebüchende Bildungspolitik bieten lässt, für die die SPD durch immer schlechter werdendes politisches Personal hauptverantwortlich ist.

Unbestritten ist, dass unser überkommenes Bildungssystem seit Jahrzehnten von der gesellschaftlichen Entwicklung “veraltet” wurde.

Aber in der föderalen Bundesrepublik, wo jedes Bundesland in seine eigene Kulturhoheit vernarrt ist, ist Bildungspolitik zu einer Abfolge von Versuch und Irrtum geworden. Zu einer bundeseinheitlichen Leit-Entwicklung sind die Länder gemeinsam weder willens noch fähig.

Vieles zeigte sich auch in Berlin nicht mehr zeitgemäß, etwa das dreigliederige Schulsystem aus Haupt-, Realschule, und Gymnasium mit zäher Durchlässigkeit, worunter vor allem die “Spätstarter” unter den Schülern zu leiden hatten – was zur Erfindung der Gesamtschulen geführt hatte und inzwischen dazu, möglichst alles in neue Sekundarschulen zu kippen.

Hinzu kamen Fehler, ich nenne da die Abschaffung der Pädagogischen Hochschulen, die Abschaffung der Vorschulen, die Vernachlässigung des Bildungsauftrages durch ein Jahrzehnt dummer Sparpolitik und den Ausfall von Personalpolitik. Berlin steht mittlerweile vor einem Scherbenhaufen im Bildungsbereich, die Verantwortlichen der Bildungspolitik machen aber aktionistisch weiter, als sei man mitten in der Verwirklichung eines langfristigen Konzepts, das es nicht gibt.

Ja, Berlin zeichnet sich im Besonderen dadurch aus, dass man mit Hauruck und Haudrauf nicht zu Ende gedachte Veränderungen anordnet, sie frech “Reformen” nennt, deren Nachbesserung man nicht hinbekommt und stattdessen wieder neue “Korrekturen” vornimmt, ohne Erfahrungen aufgearbeitet zu haben.

Zum einen ist ein Totalausfall zu konstatieren, was die Berücksichtigung immer breiterer wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Bildungspolitik betrifft. Folgerungen aus der der Hirnforschung spielen eben so wenig eine Rolle, wie Erkenntnisse über das Lernen an sich, zur Motivation und über biologische Rahmenbedingungen. Das ist nicht im Fokus der Bildungspolitik.

Breite und Tiefe der fachlichen Anforderungen, die “Rahmenpläne” im weitesten Sinne, werden weder ausgemistet noch angepasst. Und dann wird noch mit “G 8″ ein Schuljahr Vermittlungszeit gestrichen.

Apropos “der Ausbildung Zeit stehlen”: Als früherer Gymnasiast habe ich keinen Dünkel, aber kann mir mal jemand erklären, warum ein Gymnasiast mit Versetzungszeugnis eine Extra-Prüfungstaffel für den MSA (Mittleren SchulAbschluss, füher: Mittlere Reife oder Realschulabschluss) ablegen muss, für die im Schulalltag direkt vorbereitet wird? Was will die Bildungspolitik hier erreichen?

Und natürlich wird verlangt, dass die Schüler mittlerer bis höherer Klassen die aktuellen elektronischen und digitalen Hilfsmittel einsetzen, Internet-Recherchen, Powerpoint-Präsentationen, usw. Und das, obwohl ein Teil der überalterten Lehrkräfte dem selbst gar nicht gewachsen ist und nicht hilfreich sein kann, ein Teil der Schüler herkunfts- und wohlstandsmäßig keinen oder eingeschränkten Zugang dazu hat. Was könnte die Bildungspolitik hier leisten?

Gleichzeitig unterwirft man sich kopflos dem Leistungsdruck internationaler Vergleiche wie PISA-Studien usw. Zuerst machen sie Rückstände sichtbar, danach müssen “die Ergebnisse stimmen”. Dafür scheut man auch kosmetische Manipulationen nicht.

Und es muss einmal deutlich gesagt werden: Gerade Berlin hat mit Eigenheiten zu kämpfen, die andere so nicht, nicht in dieser Summe oder nicht in solcher Schärfe haben, z.B. : Migrationshintergrund, gleichzeitig nicht aufgelöste und sich nicht auflösende “Parallel-Lebenswelten” aus u.a. bildungsfernen oder sozial problematischen Elternhäusern, fremd-abweichenden kulturellen Praktiken und Gewohnheiten, einem Diaspora-Verhalten, sozialer Segregation, kliquenbildendem Jugendalltag, eingeschränkten Deutschkenntnissen, Ghettoisierungen, nicht bewältigter akuter Zuwanderung und vieles mehr (nicht zu vergessen: Respektlosigkeit und schlechtes Benehmen).

Alles in allem erschwert dies adäquate Bildungs- und Erfolgsnachweise. Und Personal für individuelle Förderung und Betreuung wird einfach nicht gegeben. Schon die normale Schulausstattung wird seit Jahrzehnten auf Verschleiß und Mangel gefahren. Danke, Bildungspolitik!

Damit das alles nicht so auffällt, wird nun auch noch aktiv (siehe oben) an den Stellschrauben gedreht, indem die Anforderungen für schulisches Weiterkommen und Schulabschlüsse nach unten manipuliert werden.

Die Krönung ist eigentlich die Aussage eines Pädagogen in der jüngsten Presse: Um ungeeignete Zugänge zur Oberstufe am Gymnasium wegen zu geringer Anforderungen zu verhindern, müsse man künftig (oh Schreck!) die Schüler schlechter bewerten als sie es verdienten!

Was die Schüler “lernen” und als selbstverständlich verinnerlichen, ist ohne eigene Mühen, ohne Leistungsbeweise und ohne ernste Anforderungen trotzdem Ziele zu erreichen. Sie lernen nicht, ohne eigenen Einsatz und Qualitätsnachweis zu scheitern. Diese Erfahrung fehlt zum Erwachsenwerden und zur Persönlichkeitsbildung. Wen wundert es also, wenn derart vorgeprägte junge Menschen verzweifeln, sobald sie bei der Führerscheinprüfung “durchfallen”, keine Lehrstelle oder Anstellung finden oder ihren Berufsabschluss nicht schaffen?

Martenstein nennt die Ursachen bei den Verantwortlichen in der Bildungspolitik “Gleichgültigkeit” und “Skrupellosigkeit”.

Man könnte “Verantwortungslosigkeit” und “erwiesene Unfähigkeit” hinzufügen. Wieso wählen wir also das politisch verantwortliche Personal immer wieder? Wo erhebt sich der Protest für bessere Bildung? Ein Wandel in der Bildungspolitik muss und sollte her!

Lernplanung – Wie es geht

Lernplanung

In der Lernplanung gibt es im Grunde genommen drei Phasen:

  1. Die Entschluss-Phase / Motivations-Phase
  2. Die Informations-Aufbereitung
  3. Die Wiederholung

Warum genau gibt es diese drei Phasen? Bevor ich mir nicht im Klaren darüber bin, was ich mit dem Lernen bezwecken möchte, werde ich kaum eine Motivation aufbauen können. Zumindest keine intrinsische Motivation.

Intrinsische Motivation ist für einen erfolgreichen Lernprozess unglaublich wichtig. Intrinsische Motivation entsteht in mir selbst, ich entwickle sie in mir und verfolge damit meine eigenen Zwecke. Diese Motivation ist die wünschenswerteste Motivation, denn sie bietet den Nährboden für nachhaltige Lernerfolge. Aus einer inneren Begeisterung und einem inneren Interesse an den Inhalten meines Lernstoffes werde ich dieses Interesse versuchen, auch weiterhin befriedigen zu wollen.

Extrinsische Motivation sind kurzfristig vielleicht förderliche Maßnahmen, jedoch entsteht keine innere Begeisterung, kein inneres Interesse an der Sache an sich, sondern nur eine “Leistung” für das erwünschte Ziel. Extrinsische Faktoren wären als Anreize, die erfolgen, wenn ein bestimmtes Lernergebnis (meistens eine Note) erreicht wird. Ist das Ziel realistisch, wird sich der zu motivierende Mensch auch bemühen, um die Belohnung zu erhalten. Langfristig sollte aber darauf geachtet werden, dass die intrinsische Motivation gefördert wird. Sonst werden Leistungen und Ergebnisse immer nur in Hinblick auf eine externe Leistung erbracht.

Die entscheidende Frage für die erste Phase ist, was ich mit dem Lernen bezwecken möchte. Was habe ich davon, wenn ich das lerne? Wozu wird es mich befähigen? Was werde ich dadurch erreichen? Was werde ich dadurch längerfristig erreichen?
Jetzt sollte ich mir auch schon meinen (Zeit)Plan zurecht legen, damit ich den anfallenden Aufwand abschätzen kann und diesen dann über die Zeit verteile.

In der zweiten Phase der Lernplanung geht es um eine Informations-Aufbereitung. Dazu verschaffe ich mir zu Beginn einen Überblick über alles, was ich wirklich zu lernen habe. Nachdem ich das gesichtet habe, schreibe ich mir einen kleinen Ablauf-Plan. Und diesen arbeite ich dann Schritt für Schritt ab. Dazu lese ich einen Abschnitt und mache mir dazu Notizen. Diese Notizen sollten idealerweise bereits gehirn-gerecht gestaltet werden und vom Umfang her nur die wirklich wichtigen Details enthalten. In meinem ZENTRAL-lernen-System verwende ich einen Technik, die ich die Spickzettel-Methode verwende. Merke dir, dass nur etwa 7-15% der Wörter tatsächlich Inhalt transportieren. Und genau diese entscheidenden Wörter möchte ich auf Papier festhalten. Ebenfalls sollte ich jetzt als Methode für Notizen Lern- und Denktechniken verwenden, die den natürlichen Funktionen des Gehirn entsprechen. Wie soetwas geht, erfährst du in meinen Lernberatungen oder auch im e-learning-Kurs “Schneller lernen – mit effektiven Lerntechniken”. Die Aufbereitungsphase sollte also in 3 Schritte eingeteilt werden:

  • Überblick gewinnen
  • gezieltes Lesen
  • Notizen machen

Die dritte Phase der Lernplanung ist dann das möglichst gehirn-gerechte Wiederholen, das eigentliche Lernen. In dieser Phase wird dem Gehirn deutlich gemacht, dass diese Informationen wichtig und merkenswert sind. Das hat auch eine evolutionäre Bedeutung. In den Tagen der frühen Menschheit war nicht jede Information auf Dauer wichtig. Sehr wohl wichtig aber waren Besonderheiten, beispielsweise Nahrungsquellen, die auch im Winter zugänglich waren. Diese wurden dann auch auf Grund ihrer Besonderheit gemerkt. Andere Informationen aber galten nur dann als besonders wichtig, wenn sie immer wiederkehrend gezeigt wurden. Etwas, das immer wieder auftauchte gewann mit jedem Male an Bedeutung (Beispiel: Jeden Sommer trug das Getreide Korn und sicherte so zu dieser Zeit die Versorgung mit Nahrungsmitteln.).

Wie viele Wiederholungen werden in der guten Lernplanung benötigt?

Darin liegt natürlich eine gewisse Gratwanderung: wiederhole ich zu wenig, besteht die Gefahr, dass ich den Lernstoff noch nicht umfassend genug verstanden habe. Mache ich allerdings zu viele Wiederholungen, dann verschwende ich damit meine Zeit, die ich dann auch sinnvoller zum Einsatz bringen könnte.
Für eine Anzahl von Wiederholungen kann man auch nur sagen, dass das von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Jemandem, der neuronal schnell ist, wird im Volksmund eine schnelle Auffassungsgabe nachgesagt. Diese äußert sich dann darin, dass dieser Mensch nur sehr wenig Wiederholungen braucht. Umgekehrt braucht ein neuronal langsamer Mensch weit mehr Wiederholungen.

Wie bekomme ich nun meine für mich passende Anzahl an Wiederholungen heraus?

Um diese Wiederholungsanzahl herauszubekommen und als Richtwert für meine künftige Lernplanung zu verwenden, ist es unerlässlich, dass ich darüber Notiz führe. Und ich brauche natürlich Lerntechniken, die mir Aufschluss darüber liefern, wie gut ich meinen Lernstoff bereits beherrsche. (Welche Lerntechniken dafür in Frage kommen, erfährst du in meinem e-learning-Kurs.) Habe ich dann perfekten Zugriff auf mein gefordertes Wissen, kann ich die Anzahl der Wiederholungen als Grundlage und Richtwert für meine nächste Lernplanung verwenden. Etwas Abweichung muss ich natürlich mit zugestehen, diese sollte aber nicht allzuweit von meiner dokumentierten Erfahrung entfernt liegen.

Fassen wir zusammen:

Die Lernplanung enthält 3 wichtige Phasen:

Die Entschluss-/Motivationsphase, in der ich mich fragen sollte, warum und wozu ich das Ganze lernen sollte.
(Zeitmäßig nimmt diese Phase etwa 10-20% der gesamten Lernzeit ein.)

Die Aufbereitungsphase, in der ich mir zu Beginn einen Überblick verschaffe, mich frage, was wichtig ist und anhand dieser Wichtigkeit dann beim Lesen des Lernstoffs gleich gehirn-gerechte Notizen anfertige, die dann nur noch die pure Information enthält.
(Diese Phase wird etwa 50 % der Lernzeit beanspruchen.)

Der finale Schritt in der Lernplanung ist dann das eigentliche Lernen und Wiederholen des der eigenen Notizen. Hier muss ich solange weitermachen, bis mein Gehirn verstanden hat, dass es sich um eine wichtige und merkenswerte Information handelt.
Wichtig ist für die finale Phase der Lernplanung vor allem, dass ca. 30-40% der Zeit hierfür aufgewandt und eingeplant werden. Diese Zeit sollte auch nach Möglichkeit über 4 – 20 Tage erstreckt werden. Je mehr Tage ich Zeit habe, umso kürzer kann ich meine Lerneinheiten durchführen.

In meinem neuen e-Book “10 Schritte für deinen maximalen Lernerfolg” erfährst du Schritt für Schritt, wie du diese 3 Phasen konkret in der Praxis einsetzen und direkt mit deinem Lernstoff umsetzen kannst.

Lernplanung

10 Schritte für deinen maximalen Lernerfolg

 

Du erhältst dieses ebook hier: http://www.zentral-lernen.de

Optimales Lernen – die vier Phasen

Optimales Lernen

Das Lernen passiert grundsätzlich in 4 Phasen:

  1. Phase: unbewusste Inkompetenz
    In dieser Phase bin ich mir noch gar nicht bewusst, dass ich den Inhalt noch gar nicht kann – vielleicht kenne ich noch nicht einmal den Inhalt.  Ich weiß noch gar nicht, was ich noch nicht kann.
    Beispiel: Wenn ich noch keine Fahrräder kenne, weiß ich auch noch nicht, dass ich nicht auf ihnen fahren kann…
  2. Phase: bewusste Inkompetenz
    Jetzt weiß ich, was ich noch nicht kann. Das hilft mir noch nicht viel weiter – aber zumindest werden mir jetzt die Inhalte erstmalig erläutert.
    Beispiel: Jetzt weiß ich zumindest schon einmal, was ein Fahrrad ist, genauso stelle ich aber fest, dass ich mich damit nicht fortbewegen kann.

    Radfahren lernen

    c) by CREAPRO

  3. Phase: bewusste Kompetenz
    Wenn ich mich voll und ganz auf die Sache konzentriere, bekomme ich sie hin. Ich kann es, wenn ich mit meiner Aufmerksamkeit zu 100% bei der Sache bin.
    Beispiel: Wenn mir jemand genau sagt, was ich wann machen muss und ich mich nur auf das Fahrrad, das Treten in die Pedale und das Halten des Gleichgewichts konzentrieren brauche, kann ich (ein wenig) Fahrradfahren.
  4. Phase: unbewusste Kompetenz
    In dieser Phase nehme ich die Fähigkeit als selbstverständlich hin. Ich beherrsche diese Fähigkeit, kenne mich mit allen Eventualitäten aus und erledige die Aufgabe auch gern mal nebenher.
    Beispiel: Ich kann beim Fahrradfahren auch auf den Verkehr achte, (mit einem Headset) telefonieren und mir schon überlegen, was ich mir zuhause zum Abendbrot machen werde.

Wenn es unser Ziel ist, Experte sein zu wollen, wollen wir die vierte Phase erreichen. Nur so ist gewährleistet, dass ich auch noch genügend Aufmerksamkeit für die Anwendung und alles drum herum aufbringen kann. Für optimales Lernen gelten die gleichen Regeln.

LernCoaching

c) by CREAPRO

Bevor wir in die Schule kommen, wissen wir noch gar nicht so recht, was wir dort alles lernen werden. Wir können es auch noch nicht, denn die Fähigkeiten, die wir uns bis hierher angeeignet haben, sind uns zumeist “nebenher” in Fleisch und Blut übergegangen. Jetzt aber in der Schule werden wir aufgefordert zu lernen. Einigen, die gute Vorerfahrungen haben und vielleicht auch schon zuhause darin unterstützt wurden, sich eine Fähigkeit anzueignen, fällt dieser Prozess jetzt relativ leicht. Den anderen allerdings wird ihre Inkompetenz in Sachen “Lernen” anhand der Rückmeldung durch Noten relativ schnell bewusst (Phase 2). Nur wenige Schülerinnen und Schüler bringen derart viel Widerstandsfähigkeit auf, sich aus dieser Phase hinaus zu erheben und verharren während der Schulzeit in der bewussten Inkompetenz.

optimales lernen

c) by CREAPRO

Optimales Lernen hingegen passiert mit Spaß und Freude, mit Begeisterung und Interesse an der Sach, die es zu lernen gilt. Und diese Geisteshaltung sollte bei Jedermann gefördert werden. Nur so kann durch die mühsame Erfahrung in der dritten Phase die Expertenphase 4 erreicht werden, in der alles mühelos und leicht von der Hand zu gehen scheint. Optimales Lernen muss damit beginnen, eine neue Einstellung zum Lernen zu entwickeln. Und eben diese Einstellung sollte dann den Nährboden für immer weitere Lernerfolge liefern, bis es von ganz allein zu guten Noten und immer besseren Lernergebnissen kommt.

In meiner Arbeit als Lerntherapeut kommen häufig schwer gebeutelte Kinder mit massiven Lernstörungen (Lese-Rechtschreibschwäche/Legasthenie oder Dyskalkulie) zu mir. Diesen Kindern wird in der Schule immer wieder vor Augen geführt, dass sie die an sie gestellten Anforderungen nicht bewältigen können. Das zermürbt, senkt die Lebensqualität, die Freude am Lernen und die eigene Motivation (Warum sollte ich mir Mühe geben, wenn ich ohnehin nachher bescheinigt bekomme, dass ich es nicht kann?).

An dieser Stelle setzte ich mit LernCoaching/LernTherapie an – Kinder und Jugendliche sollten positive Lernerfahrungen machen dürfen und sich selbst darin erleben, wie sie in der bewussten Kompetenz (Phase 3) gut zurecht kommen. Mit der Zeit kann sich dann auch optimales Lernen entwickeln – als Ergebnis häufiger, motivierter und immer stärker gewollter Lernprozesse.

Wie aber entwickeln diejenigen optimales Lernen, die (glücklicherweise) nicht von Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Dyskalkulie betroffen sind? Auch hier müssen  positive Lernerfahrungen gemacht werden. Es gibt viele Lerntechniken, die den Spaß am Lernen fördern und sowohl die Funktionen der rechten als auch der linken Gehirnhälfte nutzen. Die Wirksamkeit dieser Lerntechniken wird durch immer weitere Ergebnisse der Gehirnforschung bestätigt. Optimales Lernen nutzt natürlich Gehirnprozesse und die eigenen individuellen Begabungen und Stärken, um mit dem Lernstoff effektiv umzugehen.

Optimales Lernen geht deshalb leicht von der Hand, weil es Spaß macht – und weil unser Gehirn nichts lieber tut, als zu lernen. Allerdings nur dann, wenn der Lernprozess auch so abläuft, dass er im wahrsten Sinne des Wortes “gehirn-gerecht” ist.

Die vier Phasen für optimales Lernen sollen nun ersteinmal ein grundlegendes Verständnis liefern, um dann im nächsten BLOG-Beitrag einen handhabbaren Ablauf für wirklich optimales Lernen zu erhalten.

Wie kann ich leichter lernen?

Wie kann ich leichter lernen?

Diese Frage werden sich überwiegend Schüler und Studenten stellen. Aus welcher

Wie kann ich leichter lernen

Wie kann ich leichter lernen

Motivation heraus wird diese Frage gestellt – es gibt zweierlei Motive:

  1. Ich möchte bessere Ergebnisse erzielen
    Wenn ich bessere Ergebnisse erzielen möchte, bereit bin, genausoviel Zeit zu investieren, brauche ich eine andere Lernstrategie.
  2. Ich möchte weniger Aufwand damit haben
    Mit weniger Aufwand ist weniger Zeit gemeint, die ich investieren muss, um ähnliche oder vielleicht sogar bessere Ergebnisse zu erzielen. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, sich zu verbessern, sondern sich Lücken im Alltag zu schaffen, in denen ich meinen Hobbies oder auch meiner persönlichen Entspannung nachgehen kann. Leider hat ja der Lernalltag heutzutage nicht viele dieser Lücken.

Beide Motivationen haben aber genau das gleiche Ziel: In weniger Zeit mehr schaffen. Und das ist durch den Einsatz der richtigen Lerntechniken und Strategien machbar.

Wie kann ich leichter lernen, wenn ich bessere Ergebnisse erzielen möchte? Ich brauche eine Lerntechnik, die es mir ermöglicht, in der gleichen Zeit häufiger zu wiederholen, denn unser Gehirn braucht zum Verinnerlichen von Lerninhalten Wiederholungen, damit das Gelernte auch haften bleibt. Schaffe ich es, meine Lerngeschwindigkeit zu erhöhen, sind für mich in der gleichen Zeit mehr Wiederholungen schaffbar.

Wie kann ich leichter lernen, wenn ich mehr Freizeit haben möchte? Auch dann muss ich eine Lerntechnik haben, mit der ich in weniger Zeit das gleiche Pensum oder sogar mehr schaffe. Ich muss also ebenso meine Lerngeschwindigkeit erhöhen.

Jetzt konkret: Wie kann ich leichter lernen – was sind meine Möglichkeiten?

Mit Lerntechniken von ZENTRAL-lernen wird dir ein reichhaltiges Angebot an Lerntechniken geliefert. Jeder Mensch lernt anders und mit unterschiedlichen Techniken unterschiedlich gut. Von daher sind Konzepte nicht für jeden erfolgsversprechend, bei denen alle Teilnehmer nur eine Technik angeboten bekommen. Anhand meines kostenlosen Lerntypentests kannst du dich selbst einschätzen und herausfinden, über welche Sinneskanäle du besonders gut zu lernen scheinst.

Diese und viele weitere Aspekte werden bei der Einzel-Lernberatung von ZENTRAL-lernen berücksichtigt und dann passende Techniken vorgeschlagen, die ich dir dann vorstelle und die wir dann gemeinsam mit deinem Lernstoff eintrainieren – so dass du gleich zuhause und in Zukunft damit selbständig weitermachen kannst.

Wie kann ich leichter lernen ohne in Berlin wohnen zu müssen?

Dank meines Online-LernTrainings ist es möglich, dass du nun auch online Lerntechniken und Lernstrategien erlernen kannst, die es dir ermöglichen werden, leichter und lockerer in Prüfungen zu sein, bessere Ergebnisse in weniger Zeit zu erreichen, selbst zu entscheiden wohin es mit dir, deinem Lernen und deinem Schul-, Studien- oder Berufsleben gehen soll und du wirst merken, dass Lernen Spaß macht – und das sagt auch die Gehirnforschung: unser Gehirn liebt nichts mehr als Lernen! Wenn man es richtig anstellt. Du wirst also merken, dass Lernen nichts mit Pauken zu tun hat, sondern eher ein kreativer Prozess ist, der dein gesamtes Gehirn fordern und auch nutzen kann. So werden keine Gehirnprozesse mehr verschwendet.

Du erhältst auch Werkzeuge an die Hand, mit denen du deinen Lernfortschritt jederzeit messbar kontrollieren kannst – und das sogar in harten Zahlen! Neugierig geworden?

Dann am besten jetzt gleich die Antwort auf die Frage “Wie kann ich leichter lernen” erhalten und jetzt anmelden. (Hier jetzt klicken!)

LernTraining

LernTraining – was ist das?

Unter LernTraining verstehe ich das Erlernen von neuen Lerntechniken. Manchmal sind diese Lerntechniken sogar bereits bekannt – kommen aber noch nicht zur Anwendung.

LernTraining kann bei ZENTRAL-lernen auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen:

Einzel-LernBeratung

Lernberatung

In der Einzel-Lernberatung erfolgt das LernTraining in einem ganz persönlichen Setting – in einer 1:1 Situation. Das ist besonders hilfreich, wenn du bereits weißt oder herausfinden willst, was deine Ziele und Bedürfnisse in Sachen Lerntechniken sind. So können wir in den folgenden Sitzungen direkt mit deinem zu lernenden Lernstoff arbeiten und Lerntechniken einüben, die zu dir und deinen Zielen passen. Das Konzept der Einzel-Lernberatung ist besonders flexibel und ermöglicht LernTraining in der individuell passendsten Form. Hier profitieren Teilnehmer davon, dass sich sämtliche Inhalte nach ihnen ausrichten und sie damit selbst schnell in ihrem eigenen Lernstoff vorankommen. So ist es möglich, in MSA, Abitur und Studium in kurzer Zeit zu den Besten zu gehören und mit Sicherheit in Prüfungen und Präsentationen zu starten.

LernTraining in Gruppen

LernTraining in Gruppen

aus einem LernTraining

LernTraining in Gruppen ist ein bereits vielfach erprobtes Konzept. In 10 Stunden erlernen Teilnehmer in einer kleinen Gruppe eine Auswahl bestimmter Lerntechniken. Im Gegensatz zu Tagesseminaren werden diese aber über den Zeitraum von 10 Wochen mit nur einer Stunde pro Woche gelehrt – so können die Inhalte besser gefestigt und integriert werden. ZENTRAL-lernen bietet LernTraining in 5 Modulen an, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben.

LernTraining in Tagesseminaren

LernTraining in Seminar

LernTraining im Seminar

In Tagesseminaren können die Lerntechniken von ZENTRAL-lernen ebenfalls erlernt werden. An einem, zwei oder drei Tagen bekommen Teilnehmer die Lerntechniken von ZENTRAL-lernen präsentiert und können in der Gruppe eintrainiert werden. Die Schwerpunkte des jeweiligen Tagesseminars werden vorab besprochen. Diese Seminare sind sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext buchbar.

LernTraining auf der Online-Plattform (E-Learning)

LernTraining online

Übersicht: Online-LernTraining

Das LernTraining auf der Online-Plattform steht ab dem 01.März 2014 zur Verfügung. In Form von interaktiven Seminaren können Teilnehmer zu jeder Tages- oder Nachtzeit mit dem Training starten – auch eine räumliche Nähe ist nicht erforderlich. Insgesamt befinden sich auf der Online-Plattform mehr als 4 Stunden Video-Material, über 60 Seiten Teilnehmer-Unterlagen und mehrere Quizzes um das eigene Wissen zu überprüfen. Neben den abrufbaren Online-Lerneinheiten gebe ich alle 14 Tage ein für die Teilnehmer frei zugängliches Webinar, in dem Fragen geklärt und Inhalte persönlich nochmal erläutert werden können. So ist stets eine persönliche Betreuung gewährleistet.

 

Lerntipps für Studenten

Lerntipps für Studenten gibt es einige.

Brauchbare Lerntipps für Studenten hingegen nur selten. Welche Methoden, welche Strategien sind sinnvoll und helfen wirklich?

Stellen wir uns einmal die Frage, was solche Lerntipps für Studenten sind, kommen wir ins Wanken: Karteikarten benutzen? Spickzettel schreiben? Welche Lesetechniken sind sinnvoll und wirklich Erfolg versprechend? Je tiefern man gräbt, umso

lerntipps für studenten

Lerntipps für Studenten
(c) by Creapro

mehr  Fragen tauchen auf. Will man prüfen, welche Lerntipps für Studenten wirklich taugen, muss man sich jedoch zuerst die Frage stellen, welches Ziel damit auch erreicht werden soll.
Beispielsweise wird ein Student im Grundstudium in einigen Fächern eher nur den Anspruch haben, zu bestehen. Das erfordert dann eine ganz andere Planung und strategische Herangehensweise, als wenn ein Student in seinem Master-Studiengang mit Bestnote abschließen möchte.

Individuelle und persönlich passende Lernberatung

Und damit ist auch schon der Kern getroffen: Jeder hat für seine Ziele und seine Anforderungen entsprechend andere Schwerpunkte in der Lernarbeit. Und jeder braucht dafür unterschiedliche Techniken. Was für den einen gut funktioniert, muss für den anderen nicht unbedingt funktionieren. Somit ist es besonders wichtig, wenn wir uns über Lerntipps für Studenten unterhalten, dass wir auch die Verschiedenartigkeit der Studenten berücksichtigen – und das geht nur, wenn man eine persönliche Lernberatung bekommt, wie du sie in meinen LernCoachings erhältst. Etliche Erfahrungen und Rückmeldungen durch meine Klienten bestätigen, dass sie erst durch das Verstehen, warum genau diese Lerntechniken für sie gepasst haben, diese dann auch angewendet haben.

In einem Studium geht es aber neben der richtigen Lerntechnik auch darum, mit der richtigen Strategie seinen Lernstoff vorzubereiten, Lerneinheiten sinnvoll und ausreichend zu planen und sich dann auch noch zu motivieren, die Vorhaben auch wirklich in die Tat umzusetzen.

Allein das Anwenden einer einzigen Lerntechnik – der Mind-Map – hat mir selbst damals in meinem Studium durch relativ wenig Aufwand zu einer glatten Eins verholfen. Und dabei gestaltete sich das Lernen für mich sogar weit weniger schwierig als das Lernen zuvor.

In meinem Selbststudium der Psychopathologie zur Prüfung auf den Heilpraktiker für Psychotherapie habe ich dann für mich passende Lerntechniken zusammengetragen und innerhalb von nur 5 Monaten den Lernstoff gelernt, der sonst in 2 Jahren Schule vermittelt wird. Wie diese passenden Lerntechniken für dich aussehen, kommt zum Großteil auch auf dein eigenes Lernmotiv und deine Ziele an. Für einen kommt es darauf an, zu bestehen und mehr Freizeit zu haben. Für einen anderen ist das Ziel nur die Bestnote. Beide Motive haben unterschiedliche Qualitätsanforderungen und brauchen so einen andere Lerntechnik und eine anderen Lern- und Vorbereitungsstrategie. Wie das geht und was für dich persönlich sinnvoll ist, erfährst du in einem persönlichen LernCoaching.

Sicherlich kannst du etliche Bücher zu diesem Thema lesen – aber wichtig ist auch, dass du dann die entsprechenden relevanten Dinge für dich persönlich ausprobierst und umsetzt. Im Nachgang erst kann man entscheiden, was wirklich funktioniert und was für einen selbst gut passt.

Schule und Sportvereine

Schule und Sportvereine

Die Schule hat sich verändert,

in vielerlei Hinsicht. Und man kann nicht sagen, dass die Bedingungen für die Kinder und damit für das Lernen besser geworden wären. Die im Föderalismuskonzept der Bundesrepublik nicht nur zementierte, sondern in den Köpfen betonierte Kulturhoheit jedes einzelnen Bundeslandes bringt es mit sich, dass sich die schulische Bildungsarbeit zigfach unterschiedlich und untereinander unkompatibel entwickelt.

Familien, die berufsbedingt ihren Wohnort einmal oder mehrmals während der schulpflichtigen Jahre wechseln müssen, erleben zum Teil Horrorszenarien und formalistisch erzwungene Wiederholungsjahre.

Das alles wäre mit einer bundeseinheitlichen Regelung oder wenigstens einem bundesweit abgesteckten Rahmen und wechselseitiger Anerkennung vermeidbar. Aber so weit “denkt” Bildungspolitik nicht. Sie stellt das Wohl und die Zukunft der Kinder nicht ernsthaft in den Mittelpunkt.

Das leidige Thema der Verkürzung der Gymnasialzeit von 9 auf 8 Jahre bis zum Qualitätssiegel Abitur ist beispielsweise dadurch gekennzeichnet, dass der Stoffplan nicht mitangepasst wurde. Durch Zeitdruck wurde der Leistungsdruck erhöht.

Es ist aus pädagogischen Gründen ein Vorteil, dass Berlin bei einer 6-jährigen Grundschule geblieben ist. In anderen Bundesländern führt der Zwang, die Kinder nach nur 4 Schuljahren auf weiterführende Schultypen aufteilen zu müssen zu extra Druck und schädlichem Stress für die Kinder.

Und es ist Augenwischerei und eine Ablenkungsdiskussion, wenn die zusammengelegten ersten beiden Schuljahre als “Entlastung” ins Feld geführt werden. Sie verwischen eine zeit-kindgerechte Beschulung.

Der blinde Entschluss, die Vorschulen wegfallen zu lassen (in Berlin seit 2005), hat die pädagogische Zuwendung für die Kinder nicht erhöht, sondern Qualitäten abgeschafft:

  • die frühe Gemeinschaftsbildung
  • das unauffällige “Mitziehen” der Kinder aus Migrationsfamilien und bei “bildungsfernen Eltern” (> mehr Chancengleichheit)
  • das spielerische Heranführen an einen geordneten Lernalltag
  • dem Kindeswohl dienende Individualentscheidungen für “Spätentwickler”.

Und bei alledem hält die Berliner Politik gegen vielfachen fachlichen Rat an der “Früheinschulung” fest, die Kinder schon vor dem 6. Geburtstag einschult. Bei der eigenwilligen und konzeptlosen Bildungspolitik stellt die Berliner SPD seit Jahren das zweifelhafte Senator(inn)enpotential. Sie ist auch, und zwar unentschuldbar zuvorderst, für die katastrophale Personalentwicklung des gesamten öffentlichen Dienstes ohne Ausnahme der Schulen und die verfehlte Ausbildungs- und “Eingruppierungs”-Praxis bei den Lehrern verantwortlich. Das Vorzeigen von Aktivitäten war bislang Aktionismus, an Einsicht fehlt es schon deshalb, weil man damit Fehler einräumen müsste.

Als man in den vergangenen Jahren für den größten Teil der Berliner Schulen einen Wechsel zu Ganztagseinrichtungen beschloss, hat man die fehlenden Voraussetzungen dafür fortgeschrieben. Damit gilt auch hier wieder und weiterhin:

  • zu wenig Personal
  • überalterte Personalkörper ohne demographisches Korrektiv
  • alte Lehrkonzepte und überholte Rahmenpläne aus praxisfremden Gremien

Die Begleiterscheinungen sind u.a.:

  • die Ganztagsbetreuung überfordert die Schulen
  • Konzepte fehlen ebenso wie das erforderliche Personal
  • verwahren und verwalten statt betreuen und fördern
  • fehlende Vorgaben, dass mit Schulschluss auch die Aufgaben beendet zu sein haben.

Die Folge ist, dass auch bei Ganztagsschulbetrieb noch eine Menge Hausaufgaben gefordert sind. Die Schüler mittlerer und höherer Klassen kommen so locker über 50-Stunden-Wochen.

Und jetzt komme ich auf die Überschrift zurück:

Fehlendes Nachdenken

und der fachliche und politische Totalausfall von Folgeabschätzungen führen dazu, dass Kinder und Jugendliche nach der Schule immer weniger Bereitschaft, Kraft und Energie für Hobbys haben. “Die sind fertig” und neigen nachweislich zu Medienkonsum einerseits (TV, PC, Spielkonsolen …) und Impulskonsum andererseits (alles was “kickt”, Videoclips, unkontrollierte Kontakte und Abtausche in sozialen Netzwerken, …).

Sportvereine sind zum Teil in ihrer Existenz gefährdet. Sie verzeichnen dauerhafte Rückgänge an Zulauf, weil die Kinder und Jugendlichen immer häufiger vermeiden, sich nach dem “Schlauch Schule” weitere Verpflichtungen, Routinen und Engagement aufzulasten. Dabei ist Sport als Ausgleich für Geist und Gehirn eine wichtige Ergänzung zum Lernen, die das Lernen nahezu spielerisch verbessert und die Sozialkompetenz erhöht. Und das auch ganz wichtig schon im Grundschulalter.

Sportliche Übungen und Spiel, psychomotorische Konzepte sowie Gruppenverhalten vermitteln Fairness, Körper- und Selbstbewusstsein, Solidarverhalten. Regeln werden zum Teil ausgemacht, andere auch einfach anerkannt und praktiziert.

Seit über 20 Jahren gibt es in Berlin ein Programm “Schule und Sportverein”. Was früher kaum jemand von außen bemerkte, führt nun vermehrt dazu, dass sich Vereine in Schulen und in der Ganztagsbetreuung engagieren. Geeignete Voraussetzungen hat die Bildungspolitik aber versäumt zu schaffen.

Es sind sowohl Existenzprobleme, die Notwendigkeit zur normalen Nachwuchsarbeit, bei engagierten Profivereinen ist des auch die Talentsuche, die die Vereine in die Schulen treibt und schlecht bezahlte Übungsleiter bzw. Vereinstrainer sich mühen lässt. (In Berlin an mehr als 300 Schulen, fast 800 Maßnahmen). Manche Schulen helfen sich mit Fördervereinen, Elternspenden, Sponsoren oder gar Stiftungsunterstützungen. Dass so etwas funktioniert, verkleistert den Blick auf einen Ausfall in der Bildungspolitik, das Fehlen von Strategie und Finanzierungskozept. Die Sprüche der Funktionäre übertünchen das Versagen und die Mangelsituation.

Bildung und das Wohl der Kinder stehen absehbar nicht im Fokus der Politik. Nur ein Träumer hätte glauben können, dass dazu etwas im Koalitionsvertrag steht. Wollen wir das so hinnehmen?