Prüfungsangst verhindert Bestleistungen

Eine gewisse Anspannung vor Prüfungen ist durchaus normal, ja sogar wünschenswert, soweit sie dabei hilft, sich zu konzentrieren, zu fokussieren. Wenn diese Aufregung jedoch ein Maß erreicht, dass fast schon Panik einsetzt, dann ist das eindeutig zu viel. Black-Outs und zeitweise Orientierungslosigkeit sind häufig die Folge. Damit tritt dann genau das ein, was man am allermeisten befürchtet hat. Akute Prüfungsangst.

Man weiß inzwischen sehr gut, dass unser Körper intuitiv im Wesentlichen auf Angst mit den „Drei Fs” (aus dem Englischen) reagiert: Freeze (Erstarren), Fight (Kämpfen) oder Flight (Flüchten). Der Umstand, dass man in einer Prüfungssituation keiner dieser drei Optionen wirklich nachgehen kann, verschlimmert das Erleben, der empfundene Stress scheint uferlos. Auf diese Belastung (Stress), die durchaus mit Angst- und Panikattacken vergleichbar sein kann, reagiert das Gehirn mit einer unglaublich heftigen Blockade und verweigert viele kognitive Leistungen, Denkprozesse. Selbst durch Nachdenken gewinnt man dann keinen Einfluss mehr auf die vorher noch leicht abrufbaren Lerninhalte.Die gefühlte Hilflosigkeit verschlimmert den Zustand insofern, als dass nun noch mehr Panik ins Spiel kommt, die Spirale bleibt weiter in Gang gesetzt.

Ähnlich der sich selbst erfüllenden Prophezeiung tritt als Resultat genau das ein, wovor man zuvor schon die ganze Zeit über „Angst hatte“. Kein Wunder! Schließlich befasst man sich, wenn man Prüfungsangst hat, in der Hauptsache damit, wie brutal die Prüfung nun dieses Mal zu scheitern droht. Das Gehirn ist in diesen Dingen sehr kreativ, gräbt alte längst verbannte Erinnerungen aus früheren Tagen aus und erfindet Szenarien, die man sich selbst gar nicht zugetraut hätte – man befindet sich gedanklich tatsächlich in seiner persönlichen Hölle.

Dabei hätte es sich auch ganz anders entwickeln können. Wenn das Gehirn mit positiven Bildern und Erwartungen in die selbe Prüfung hinein hätte starten können, wären die Resultate völlig andere.
Die Erwartung, dass das Prüfungsergebnis auch durchaus positiv sein kann und darf, ist nicht völlig selbstverständlich. Schließlich verbirgt sich in der Vision von Prüfung auch die Möglichkeit des Scheiterns. Dann wäre man von sich selbst enttäuscht.
Hat das Gehirn zu solchen Enttäuschungen bereits viele Referenzerfahrungen, so versucht sich das Unterbewusstsein durch die Konstruktion von Misserfolgs-Szenarien die derbe Selbstenttäuschung zu ersparen, indem es schon von vornherein damit rechnet, dass alles nur Erdenkliche schiefgehen wird. Das Gehirn produziert die Unsicherheit, schafft Angst.

Auch dafür vollbringt es unglaubliche geistige Leistungen,– aber leider keine produktiven! Prüfungsangst kann grundlegend behandelt werden, um aus dem Teufelskreis der Angst und den damit einhergehenden schlechten Resultaten endgültig aussteigen zu können.

Was man gegen Prüfungsangst tun kann

Hierzu ist ist Grundwissen erforderlich, z.B. dass unser Körper nicht gleichzeitig Entspannung und Angst erleben kann. Gerät der Körper in einen Angstzustand, ist es extrem schwierig, wieder in einen Entspannungszustand zu gelangen, wenn man nicht Techniken gelernt hat, womit man sich schnell entspannen kann. Umgekehrt verhält es sich übrigens genauso: In einem Entspannungszustand ist es unmöglich, Angst zu empfinden.
Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelrelaxation oder Autogenes Training sollten schon vorher geübt worden sein, damit sie innerhalb von wenigen Sekunden abrufbar sind. Ist dieser Entspannungszustand erst erreicht, wird das Gehirn auch nicht mehr von Stresshormonen geplagt und kann seinen kognitiven Leistungen nachgehen, die wir ja von ihm in einer Prüfung erwarten.
Eine Selbstbehandlung der Prüfungsangst ist nicht unmöglich, aber sie ist ungleich schwieriger erlernbar, als in einer professionelle Behandlung.

Diese kennt auch eine leichtere Anwendung: Wem das Einüben von Entspannungsverfahren zu aufwändig ist, der kann in einem Coaching oder einer Psychotherapiestunde von einem Coach oder Therapeuten darin unterstützt werden, statt der Angst einen anderen Fokus zu entwickeln.Auch damit kann es gelingen, die mitunter tief verwurzelten Referenzerfahrungen in einem anderen Licht zu sehen und wieder vollen Zugriff auf das eigene geistige Potenzial zu haben.

Meine erste Wahl zur Behandlung von Prüfungsängsten ist wingwave®, was eine Coaching-Variante von EMDR ist. Mit dieser Methode konnte ich meine Klienten selbst in sehr vielen schweren Fällen innerhalb von ein bis drei Sitzungen von ihrer Prüfungsangst befreien.

Deshalb: Sollten Sie an Prüfungsangst leiden, kann ich nur empfehlen, sich schnellstmöglich eine qualitätvolle Beratung zu suchen. Prüfungsangst lässt sich beseitigen und dauerhaft besiegen Künftige Prüfungssituationen werden Sie entspannt angehen können.

Jede Angstbeseitigung ist nicht nur aktuelle Hilfe, sondern eine Investition in Ihre Zukunft!

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