Schach und Lernen – Im Bereich Mathematik noch unterschätzt!

Schach und Lernen – was hat das miteinander zu tun ?

„Spaß“, werden vielleicht die Schachspieler jetzt innerlich ausrufen – aber darum geht es (jetzt) nicht (nur). Unser Thema ist ja das Lernen mit all seinen Facetten. Glauben Sie’s oder nicht – das Schachspielen hat auch mit dem Lernen zu tun. Wie?

 Ich fange mal „von oben an“:

- Die Tatsache, dass Schach in fast 30 Ländern der Welt als ein grundsätzlich erforderlicher Lernplaninhalt von Schulen gesehen wird, dürfte Sie (wie mich) überraschen.

- Tatsächlich gibt es Schulversuche in mehreren Ländern, aber NICHT EIN EINZIGES Ergebnis, das dem Schachspiel KEINE positiven Wirkungen auf den Entwicklungsprozess von Kindern bescheinigt, stattdessen

  • Doppelt so große Fortschritte bei Dritt- bis Fünftklässlern in Mathematik und Lesen

  • Erhöhte Fähigkeiten zum Verständnis und zur Lösung mathematischer Fragestellungen

  • Verbesserungen bei räumlichem Vorstellungsvermögen, Zahlenverständnis und im sprachlichen Bereich

  • Positive Effekte auf Motivation und schulische Leistungen im Allgemeinen

  • Ein Anreiz im Grundschulalter zur Beschleunigung eines IQ-Zuwachses

  • Besseres Erfassen komplexer Zusammenhänge, in Mathematik und Naturwissenschaften

Auch in Deutschland gibt es einen wissenschaftlich ausgewerteten Schulversuch („Trierer Studie“, 1 Stunde pro Woche statt Mathematik), der zu folgenden Erkenntnissen kommt:

  • Schach steigert die Wahrnehmungsfähigkeit

  • Schach steigert die Konzentrationsfähigkeit

  • Vor allem lernschwache Schüler profitieren vom Schach

  • Vor allem Erst- und Zweitklässler verbessern ihre Denkleistungen

  • Dritt- und Viertklässler machen Fortschritte im psychosozialen Bereich (Verhalten untereinander, Selbstbewusstsein)

In Berlin gibt es erste, einzelne Schulinitiativen, das Schachspiel in den Schulen zu lernen und auszuüben. Dass Schach und Lernen zusammenpassen, wird immer mehr untermauert. Wenn also Schach eine Ergänzung für den Mathematikunterricht bietet, so sollte auch das Lernen lernen letztlich vom Schachspielen profitieren können.

„Soll mein Kind nun auch noch Schach spielen ?“

Nein, Ihr Kind soll nicht – aber vielleicht „will“ es ja oder interessiert sich schon dafür?

In dem Fall habe ich mich entschlossen, in oder durch meine Praxis Möglichkeiten dafür anzubieten, was ich auch nur deshalb kann, weil ich einen begeisterten Schachlehrer kennen gelernt habe, der das Schachspiel ohne finanzielle Interessen lehrt.

Sollten sich also Interessenten melden, dann werden wir Lehr- und Übungstermine schaffen, wo Spielbretter vorhanden sind. Nehmen Sie ohne Scheu Kontakt auf!

Finden Sie nicht auch? : Schach spielen zu können ist eine der kulturvollsten, nettesten und sozialverträglichsten Fähigkeiten für das ganze Leben. – Schach geht „immer“ und „überall“. Und: Schach und Lernen… das passt zusammen.

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