Schlaf und seine Bedeutung für Gedächtnis und Lernen

Schlechter Schlaf, schlechtes „Lernen“

 Inzwischen finden Erkenntnisse der Hirnforschung eine breitere Aufmerksamkeit, auch eine größere Verbreitung. (So im Tagesspiegel vom 28.1.2013, S.22 „Schlechter Schlaf, schlechte Erinnerung“).

 Die Hirnforschung weiß schon länger, dass der Schlaf von entscheidender Wichtigkeit ist, Erlebtes = Erlerntes zu speichern. Das geschieht eben nicht, wie man vielleicht zu Großmutters Zeiten dachte, durch das Lehrbuch nachts unter dem Kopfkissen. (Jedenfalls nicht, wenn man vorher nicht darin gelesen hat!)

Positiv für einen Lernerfolg ist, dass man einen Lernvorgang möglichst nicht mit einem anschließenden Reiz-Trommelfeuer auf das Gehirn abschließt. Erlerntes muss im Gehirn „Spuren“ bilden und Wachstumsprozesse (der Synapsen) auslösen. Es leuchtet ein, dass das weniger gut geschieht, wenn man die Prozesse stört, während man ein anderes Reizgewitter folgen lässt. Es sollten also direkt auf die Lerneinheit folgende Fernseh- und Computerspiel-Zeiten noch etwas verschoben werden. Entspannung und „Ruhe“ oder auch sportliche Aktivitäten sind da wirkungsvoller und fördern ein gesundes Lernen.

Was mit dem aktiven Lernen zunächst im Kurzzeitgedächtnis gelandet ist, muss nachfolgend ins Langzeitgedächtnis übertragen werden. Auch wenn man es vielleicht nicht vermutet: man lernt viel im Schlaf.

 Normalerweise verbringt man etwa ein Viertel der Nacht im Tiefschlaf. In dieser Phase werden vermehrt langsame Gehirnströme geschaltet, die den Wechsel ins Langzeitgedächtnis zu bewirken scheinen. Deren Produktion nimmt im Alter ab, die Tiefschlafphasen werden verkürzt. Die neuesten Untersuchungen gehen nun davon aus, dass bei schlechtem bzw. zu kurzem Tiefschlaf die Erinnerungen länger im Kurzzeitgedächtnis bleiben und teilweise „überschrieben“ werden, bevor sie abgespeichert sind.

Den Schlafphasen ähnliche Prozesse werden angestoßen, wenn eine bilaterale Stimulation erfolgt, also die linke und rechte Gehirnhälfte aktiviert wird. Dies kann beispielsweise über bestimmte Musik, wie der wingwave-CD, geführten Augenbewegungen wie beim wingwave-Coaching oder durch bestimmte Bewegungen ausgelöst werden. Besonders zu benennen sind die sogenannten BrainGyms der Edu-Kinesiologie.

Schlafmangel und häufig gestörter Schlaf verursachen also schlechtes Lernen und weniger Erinnerungsvermögen. Ausreichender Schlaf und wenig Aufregung vor der Schlafenszeit verbessern also die Gehirnleistungen. Das sollten Eltern bedenken, wenn sie die Abend- und Einschlafrituale ihrer Kinder organisieren.

One thought on “Schlaf und seine Bedeutung für Gedächtnis und Lernen

  1. Haha, man nimmt es sich immer vor, früh genug mit dem lernen anzufangen und macht es letztendlich doch auf den letzten Drücker :D
    Schade eigentlich…
    Aber dennoch ein sehr interessanter und informativer Artikel!
    Danke fürs teilen!

    LG,
    Chris von Erbvermögen

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